Inhalt
Beitritt
Satzung
Ziele
Links
Südtangente
Themen
Impressum
Beitrags-Index





Aus unserem Live-Forum vom 01.01.-30.04.2018
Die Beiträge stellen die Meinung der jeweiligen Verfasser dar.
S a u b e r e Luft, Verkehrslärm reduzieren
von Igel9 am 28 Apr. 2018 19:02
Politiker ergehen sich gerne in abstrakten Aussagen. Zusammenhanglose Allgemeinplätze sind an der Tagesordnung. Jeder ist für Luftreinhaltung und Lärmreduzierung. Meistens sind dann von Verboten und Regulierungen, wie beispielsweise von Parkplätze reduzieren, zusätzlichen Abgaben, Fahrverboten, 30er-Zonen und auch von Preiserhöhungen ist die Rede. Dabei wird verkannt, dass es nur ungenügende bedarfsgerechte Alternativen gibt, wenn der Bürger zwangsläufig mobil sein muss. Preiserhöhungen sind keine Alternative, da eine Preiselastizität kaum gegeben ist. Der Bürger kann ja nicht ausweichen. Es ist gerade einmal 10 Jahre her, als damals von den vielen Arbeitslosen höhere Flexibilität und Mobilität gefordert wurden und das oft bis zur äußersten Belastungsgrenze.

Stunden auf dem Weg zur Arbeitsstätte zur verbringen, kostet Kraft und Geld, die besser einzusetzen wären.

EU-Richtlinien zum Thema Luftreinhaltung und Verkehrslärm gibt es seit gut 15 Jahren, nur wurden die nicht realisiert. Was hätte während dieser Zeit alles umgesetzt werden können. Die Probleme jetzt übers Knie brechen zuwollen und Bürger übermäßig zu belasten, ist gelinde gesagt unfair. Jetzt soll der Bürger für die Versäumnisse herhalten, egal wie.

Damit ist nicht gesagt, dass die Umweltbelastung nicht reduziert werden muss. Verantwortlich ist in erster Linie die Politik für den jetzigen Schlamassel. Sie hat die Zügel schleifen lassen.

RE: S a u b e r e Luft, Verkehrslärm reduzieren
von Team 2020 am 28 Apr. 2018 21:33
Zu dem Beitrag von Igel9 passt sehr gut die Sendung „Wir ersticken am Verkehr!“

Wer Lust hat, kann sich den Beitrag im Fernsehen ansehen. Es gibt einige Wiederholung. Auch in der ARD-Mediathek ist der Beitrag als Video vorhanden. Link unten!

HomePage Wir ersticken am Verkehr
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/videos/w-wie-wissen-video-226.html

Hölzertalstraße wird saniert
von Team 2020 am 18 Apr. 2018 16:02
Der Bericht "Hölzertalstraße wird saniert" vom 31.3.2018 bedarf noch der Ergänzung über die Vorgeschichte. Seit gut 15 Jahren waren die Wartungsarbeiten an dieser Landstraße (L 1189) unter das Notwendige abgesenkt. Dass hinterhältige Absichten dahintersteckten, wurde offensichtlich, als der Gemeinde Magstadt die Bedingungen für den Bau der Osttangente genannt wurden: Die 900 Meter lange Osttangente wird nur genehmigt, wenn als "Ausgleich" die fünf Kilometer lange Hölzertalstraße geschlossen und auf Feldwegbreite, 4,5 Meter, zurückgebaut wird. Diese dreiste Maximalforderung wurde am 14. November 2006 im Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Der Einzige, der zustimmte, was Bürgermeister Merz.

Der besagte Gemeinderatsbeschluss wurde im März 2008 durch den Bürgerbescheid bestätigt und auch das Magstadter Gewerbe hat sich sehr eindeutig für den Erhalt der Hölzertalstraße ausgesprochen. Es ist die kürzeste, ebenste und deshalb umweltfreundlichste Verbindung zwischen Magstadt und Stuttgart.

Herr Merz machte sich zum Komplizen derer, die diese dreiste Maximalforderung zum langfristigen Nachteil Magstadts ausgeheckt haben. Die Hölzertalstraße darf erst zum Feldweg zurückgestuft und schmaler gemacht werden, wenn die Osttangente fix und fertig gebaut ist. Doch das wird noch ein paar Jahre dauern. Deshalb war es ja töricht von Bürgermeister Merz, sie in Gemeindeverantwortung zu übernehmen. Aus den Reihen der CDU-Gemeinderatsfraktion wurde Herr Merz schon vor 10 Jahren und seitdem mehrmals davor gewarnt. Mann muss es zu den großen Torheiten von Herrn Merz während seiner 16 Jahre als Bürgermeister in Magstadt rechnen, dass er wider besseren Wissens eine Straße in solch miserablem Zustand von der Landstraßenverwaltung übernommen hat.

Es war der zweite Schritt vor dem ersten. Was da fehlt, das ist Produkthaftung. Das war ihm nur möglich, weil es in Magstadt Gemeinderäte gibt, die ihm vollautomatisch in allem zustimmen. Die 80.000 Euro für die jetzt notwendigen Flickarbeiten hätten den Magstadter Steuerzahlern erspart werden können, denn die Sanierung wäre vor Jahren Sache der Landstraßenverwaltung gewesen.

Dem aufmerksamen Kenner der Szene drängen sich folgende Fragen an Herrn Merz auf – auch wenn er jetzt nicht mehr Bürgermeister von Magstadt ist:

1. Wie kam es dazu, dass Merz die Hölzertalstraße als Ausgleich für die Verbreiterung der Autobahn Sindelfingen-Stuttgart Vaihingen opfert?
2. Wenn das Verwaltungsgericht Stuttgart in seinem Urteil feststellt, dass die Hölzertalstraße als Ausgleich für den Bau der Osttangente unentbehrlich ist, dann müsste das Gerichtsurteil jetzt revidiert werden, weil es nicht mehr stimmt.
3. Warum hat der ganze Zirkus stattgefunden, wenn das Landratsamt die Grenze des Landschaftsschutzgebiets (Naturschutz) neuerdings jetzt östlich der Osttangente auf die Ostseite der Osttangente verlegen konnte?

Walter Moser, Magstadt

RE: Hölzertalstraße wird saniert
von Team 2020 am 23 Apr. 2018 09:16
Schon 2002 und weitere zehn Jahre danach haben der Landrat Bernhard Maier und sein Gehilfe, der neugebackene Magstadter Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz klar gemacht: Das in Renningen für den Steinbruch NSN erfundene „Magstadter Verkehrskonzept“ kann nur „im Gesamtpaket“ realisiert werden. Sein Ziel ist die konkurrenzlose Verbindung von Steinbruch und Deponie nach Stuttgart und die Schließung der Hölzertalstraße zur Ausweitung der Jagdgründe im „Glemswald“.

Nach dem Wegfall der Hölzertalstraße soll das größte Gewerbegebiet der Gemeinde im weiten Bereich um die Blumenstraße über eine Ostumfahrung ans überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen werden. Für diese Ortsstraße wurde eine Trasse gewählt, die ortsnah mitten durch einen „regionalen Grünzug“ führte. Dieser Eingriff in das Schutzgebiet östlich vom Gollenberg wurde als dermaßen schädlich eingestuft, dass nur eine gewaltige Ausgleichsmaßnahme diese „Sünde wider die Natur“ rechtfertigen konnte. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Böblingen verlangte für den Bau der 800 Meter langen Osttangente die Schließung der 4,5 Kilometer langen Hölzertalstraße und deren Rückbau zum Feldweg.

Das war ein herber Schlag für die Magstadter. Der erhebliche Widerstand dagegen im Gemeinderat und in der Bürgerschaft endete schließlich in einem Bürgerentscheid im März 2008, den der Bürgermeister deutlich verlor. Der Wille der Bürger interessierte Merz indessen überhaupt nicht, er fand windige juristische Wege zur Annullierung des Bürgerentscheids. Parallel dazu gab es nach einer Klage von Magstadter Bürgern gegen die Aufgabe der Hölzertalstraße ein Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart. Die Ausgleichsmaßnahme sei keineswegs überzogen, wie im Gemeinderat stets argumentiert worden war, sondern sie sei adäquat und unausweichlich.

Bürgermeister Merz schloss sich der Meinung des Gerichts an und argumentierte jahrelang so weiter.

Diesem Gerichtsurteil völlig entgegengesetzt tat er dann einen unerhörten Schritt. Im Alleingang, ohne vorherige Absprache mit dem Gemeinderat, offerierte er dem Regierungspräsidium die Hölzertalstraße als Ausgleichsmaßnahme für die Verbreiterung der acht Kilometer langen Autobahnstrecke der A 8 von Stuttgart-Vaihingen nach Leonberg. Bei allen beteiligten Behörden war die Verknüpfung von Osttangente und Hölzertalschließung mit einem Schlag kein Thema mehr. Als Ausgleichsmaßnahme für die Osttangente genügte nun eine mit merkwürdigen Ökopunkten bewertete 50 Meter lange „ökologische Ausweitung“ des Planbachs an der Neuen Stuttgarter Straße.

RE: Hölzertalstraße wird saniert
von Team 2020 am 25 Apr. 2018 09:02
Das Verwirrspiel über die Schließung der Hölzertalstraße (L 1189) geht jetzt ins 16. Jahr. Der Entwurf des „Magstadter Verkehrskonzepts“ durch den damaligen Renninger Bürgermeister und Regionalrat Bernhard Maier, den Regionaldirektor Steinacher und dem Chefplaner des Regionalverbands, Dirk Vallée, liegt sogar schon 20 Jahre zurück. Steinacher und Vallée sind inzwischen gestorben.

Was sich seither abspielte, stinkt zum Himmel. Für den Magstadter Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz und die Straßenschließer in den Gemeinderatsfraktionen der Freien Wähler (FWV) und der SPD sowie des Bürgermeistervereins Lebens-Wertes-Magstadt ist das heutige Ergebnis niederschmetternd. Für das Böblinger Landratsamt und das Regierungspräsidium sind die bisweilen bizarren Verfahrensweisen alles andere als ein Ruhmesblatt, so wenig wie das Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts nach dem für den Bürgermeister verlorenen Bürgerentscheid. Dokumentiert ist das alles bis ins Detail in der Lokalpresse und den sozialen Medien.

So auch der späte und plötzliche Wegfall der Hölzertalstraße als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Osttangente. Nach 14 Jahren musste diese Straße überraschend für die Verbreiterung der Autobahn zwischen Stuttgart-Vaihingen und Leonberg herhalten, einem der am stärksten befahrenen Abschnitte der Bundes-Autobahn.

An dieser Stelle, nach diesem Riesen-Deal fühlte sich Bürgermeister Merz sicher, kurzfristig mit dem Bau der Ostumfahrung beginnen zu können. Wegen ihrer vermeintlichen Bedeutungslosigkeit bezeichnete er die Hölzertalstraße als „dubbelige Stroß“. Aber da traf ihn ein Rückschlag.

Beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hatten zwei Magstadter Bürger, ungeachtet der möglicherweise hohen Gerichtskosten, ein Normenkontrollverfahren angestrengt. Dazu gehörte eine beachtliche Unerschrockenheit, denn im Prozess gegen die Streckenführung der Ortsumfahrungen hatten Nachbarn vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht verloren und teuer bezahlt.

Dieses Vorgehen sei darum absurd und ohne Chance, erklärte Bürgermeister Merz dem Gemeinderat. Seine Stellvertreterin Brigitte Armbruster sah Gemeindeschädlinge am Werk. Umso schlimmer war das Erstaunen über den Prozess-Ausgang. Dr. Merz wurde „zweiter Sieger“ und die erheblichen Prozesskosten bezahlte die Gemeinde. Grund: Merz hatte im Genehmigungsverfahren keine Aussagen über Luftverschmutzung/-belastung durch die Osttangente gemacht.

Selbstgewiss wie immer wollte Dr. Merz die fehlenden Unterlagen in einigen Wochen bereitstellen und den Schaden heilen. Auch das war ein Irrtum. Laut den neuesten Presseberichten kann das „Jahre dauern“. Dem jüngsten Bericht zum Haushaltsplan der Gemeinde Magstadt ist jedenfalls zu entnehmen, die dort zur Finanzierung der Osttangente eingestellten Mittel seien herausgenommen worden.

Der Zirkus um Hölzertalstraße und Osttangente sei nun vorbei, könnte man meinen. Auch das ist ein Irrtum. Die in Magstadt berühmt-berüchtigte „Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts“ hat die Grenze des Landschaftsschutzgebiets Gollenberg neu gezogen und sie in das Gebiet östlich der Ostumfahrung verlegt. Dies ist Spott und Hohn für jeden rechtsbewussten Magstadter. Wäre diese Entscheidung schon im Jahr 2002 getroffen worden, hätte man für die mickerige Osttangente gar keine Ausgleichsmaßnahme auszubaldowern brauchen.

Die seit über 200 Jahren bestehende direkte Verbindung von Magstadt nach Stuttgart wäre nie zur Disposition gestanden.

RE: Hölzertalstraße wird saniert
von Team 2020 am 26 Apr. 2018 23:57
Jetzt ist es schnell gegangen! Kurz nach dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Florian Glock war die Hölzertalstraße für angeblich 80 000 Euro in ein paar Tagen wieder in allen Teilen befahrbar.

Sein Vorgänger Dr. Merz hat die Landesstraße L 1189 im Rahmen eines aus Renningen stammenden Verkehrskonzepts gegen den Willen der Magstadter aufgegeben und nach einem abenteuerlichen Vabanque-Spiel für die Verbreiterung der Autobahn A 8 verschachert.

Bei der Übernahme als Ortsstraße hatte er sich zwar verpflichtet, sie bis zur Fertigstellung der Ortsumfahrung betriebsfähig zu erhalten. Davon war aber keine Rede. Um seinen Straßenschließern von den Fraktionen der Freien Wähler (FWV) und der SPD und ganz besonders dem ehemaligen Polizisten Beuter, Vorstand des Vereins Lebens-Wertes-Magstadt, zu imponieren, hat er die Straße einfach verfallen lassen.

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit hat er stolz 150 Warnbaken um die Schlaglöcher und Aquaplaning-Felder herum aufgestellt. Die Hölzertalstraße wurde zur Slalomstrecke, die Wegzeiger in Richtung Stuttgart abmontiert. Noch einmal demonstrierte Merz im Hölzertal machtvoll seine Abneigung gegen den Autoverkehr, aber auch seine absurde Denkweise, die die Abhängigkeit seiner Bürger vom Automobilbau beim Daimler einfach ignoriert.

Die rasche Reparatur könnte Bürgermeister Glock forciert haben oder das Straßenbauamt, das ja ganz aktuell wieder einmal wegen Baumaßnahmen Ausweichstrecken bereitstellen muss. Die Garde der Magstadter Straßenschließer blickt eben über ihre Vorgärten nicht hinaus und fährt mit ihrer üblen Landratsschelte fort, ohne zu beachten, dass es Pflicht des Landrats ist, den Verkehr auch überörtlich in Fluss zu halten.

Mal sehen, ob der neue Bürgermeister das Verkehrsschild "Stuttgart 19 km" wieder an der Kirchenmauer anbringen lässt. Es wäre ein Test, ob er die Verkehrsteilnehmer auf den nächsten Weg nach Stuttgart hinweist oder aber immer noch nach Westen schickt, auf den langen Umweg über die B 464.

Luft im Landkreis besser als gedacht
von Max9 am 21 Apr. 2018 18:02
Die vergangene Saison war teilweise extrem.
Ewald Thoma berichtete, die vergangene Feinstaubsaison habe zunächst relativ ruhig begonnen. Vom Oktober bis Januar seien die Luftmassen durch eine außergewöhnlich lange Westwindlage häufig gut durchmischt worden. Zum 1. Februar hin habe die Wetterlage allerdings gedreht.

Weiter lesen, siehe unten!

HomePage Luft im Landkreis besser als gedacht
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.feinstaub-im-kreis-boeblingen-die-luft-im-kreis-ist-besser-als-gedacht.de0191fb-92a5-431b-9454-ee5acc599490.html

Hoffnung auf Durchbruch beim Schutz vor Verkehrslärm
von Team 2020 am 18 Apr. 2018 16:17
Gemeinsame Stellungnahme der AGVL und zahlreichen weiteren bundesweiten Bürgerinitiativen zu den Koalitionsvereinbarungen der neuen Bundesregierung.

Weiter lesen … (Siehe unten!)
HomePage Hoffnung auf Durchbruch beim Schutz vor Verkehrslärm
http://ethoma.de/AGVL_Home/index.php/verkehrslaerm-allgemein/alle-artiekel-zum-verkehrslaerm-allgemein/168-hoffnung-auf-durchbruch-beim-schutz-vor-verkehrslaerm

Die Tankstellensaga
von Team 2020 am 04 Apr. 2018 14:56
Braucht Magstadt eine weitere Tankstelle?

"Der Wunsch der Entscheidungsträger in Magstadt, am Rand der Gemeinde eine Tankstelle anzusiedeln, ist endlich in Erfüllung gegangen", schrieb der Böblinger Bote am 20. Februar 2018, sechs Jahre mussten dafür herumgehen. Warum hat das so lange gedauert, fragt sich der Leser, selbst wenn ihm wohlbewusst ist, dass bei Projekten des Bürgermeisters Dr. Hans-Ulrich Merz immer alles länger dauerte.

Noch interessanter ist die Frage, wer denn diese "Entscheidungsträger" sind? Stand doch damals in der Zeitung, die Gemeinde Magstadt brauche eine leistungsfähige Tankstelle, weil die beiden im Ort, jeweils an Kfz-Betriebe angegliedert, keine Zukunft mehr hätten. Merz will darum auf den Geschäftsführer des Steinbruchs NSN Herrn Ulmer zugegangen sein, um diesen für eine Lösung der angeblich schwerwiegenden Magstadter Versorgungsprobleme zu gewinnen. Auch sei an der Ersatzautobahn Leonberg-Böblingen keine Tankstelle anzutreffen. An der B464/B295 liegt aber schon immer an der Ausfahrt Leonberger Straße in Renningen eine ARAL-Tankstelle.

Das alles klingt etwas konstruiert, denn die Firma NSN mit Schotterwerk und Deponie im Magstadter "Wilden Westen" ist im Gegensatz zur Magstadter Verwaltung hellwach, wenn es ums Gewerbe geht. Die Steinbruchbetreiber wollen die Tankstelle!

RE: Die Tankstellensaga
von Team 2020 am 05 Apr. 2018 17:42
Profitable Steinbrucheinfahrt

Seit 2002 schaltet und waltet die finanzstarke Firmengruppe am Ortsrand nach Gutdünken. Geschäftsführer Ulmer ist ein gern gesehener Gast im Gemeinderat, besonders wenn es um Mini-Spenden geht. Über die magere Gewerbesteuer schweigt man ergebenst. Vermutlich ist wegen des Tankstellenbaus Herr Ulmer auf den Schultes zugegangen. An der Einfahrt in den Steinbruch hatte er doch noch ein Stück ungenutztes Land, das im Flächennutzungsplan als Schuppengebiet im FFH-Gebiet Nr. 7319-341 ausgewiesen war.

Was lag also näher, als diese ungenutzte Steinbruchfläche gegen eine Gewerbefläche zu tauschen, die ganz in der Nähe lag, nämlich zwischen Eisenbahnlinie und Felsenstraße. Eine Tankstelle hätte dort genug Platz gehabt und ein übersichtlicher Anschluss an die Auffahrt B 464 war auch vorhanden. Gleich oberhalb des Durchlasses unter der Bahnlinie war bereits eine Treppe gebaut für Leute, die dort „im Bistro morgens ihre Weckla holen wollen.“ Aber das Landratsamt wollte den kleinen Wassergraben angeblich nicht verdolen, in den der Steinbruch sein Grundwasser hineinpumpt.

So wurde also aus dem Gewerbegebiet mit Bodenrichtwert 145 Euro/qm das Schuppengebiet mit Bodenrichtwert fünf Euro/qm, umgekehrt war aus dem Ödland an der Steinbrucheinfahrt ein Gewerbegebiet geworden. NSN begann zu planen und wollte in die Rundung des B 464-Anschlusses einen siebten (!) Straßenanschluss für die Tankstelle hineinzaubern. Dazu muss man wissen, dass die Kreisstraße K 1006, die Ihinger Straße, die auch in die Auffahrtsrundung mündet, häufig als Notlösung für Staus, auf der B 464 herhalten muss. Der Knotenpunkt ist also eine ausgeprägte Gefahrenstelle.

RE: Die Tankstellensaga
von Team 2020 am 06 Apr. 2018 15:21
Die Aufsichtsbehörde reagiert
Zum ersten Mal mussten die Firma NSN und Bürgermeister Merz erkennen, dass das Landratsamt bei seiner Ablehnung blieb. Die Behörde weigerte sich, die Ihinger Straße sofort zu schließen und sie duldete keinen weiteren Anschluss an der An- und Abfahrt zur B 464. Die neue Agip-Tankstelle liegt jetzt wenig präsentabel und etwas versteckt an und hinter der Steinbrucheinfahrt.

Bürgermeister Merz hat sich in seinen Reden, auch noch bei seinem Abschied, ständig mit Vorwürfen an den „Rechtsbrecher Roland Bernhard“ hervorgetan und sich mit der Schließung der K 1006, in der kommunalen Landschaft ziemlich verstiegen. Im Jahr 2002 haben er und Ex-Landrat Maier es abgelehnt, den Gemeinderatsbeschluss zu vollziehen, der alle Steinbruchlaster aus dem Ort verbannte und deren Fahrt auf die Ihinger Straße zur B 295 verlangte. Ihre Begründung war, auf der Ihinger Straße kämen keine zwei Lastwagen aneinander vorbei, und sie war falsch. Heute und in den kommenden Jahren verkehren auf der K 1006 sogar noch breitere Sattelschlepper als damals.

Der wahre Grund für die Zurückweisung des Gemeinderatsbeschlusses lag woanders. Es sollten sich absichtlich täglich bis zu 500 Steinbruchlaster in den absichtlich beibehaltenen Engpass am Rathaus zwängen. Die Luftverpestung erreicht die des Stuttgarter Pragsattels. Das ging zehn Jahre so und damit sollten die Magstadter weichgeklopft werden und einer Schließung der Hölzertalstraße zustimmen.

RE: Die Tankstellensaga
von Team 2020 am 07 Apr. 2018 20:28
Unterschiedliche und falsche Bewertung zweier Kreisstraßen

Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz wird in die Magstadter Ortsgeschichte eingehen als Straßenschließer. Sein Hauptanliegen, an dem er sich 16 Jahre lang stur abgearbeitet hat, war die Zerstörung des in vielen Jahrhunderten zustande gekommenen, bewährten und stimmigen Straßennetzes. Für das Wachstum der Bevölkerung und des Wohlstands im Ort wurde nichts während seiner Amtszeit bewirkt.

Außer der Maichinger, Renninger und Hölzertalstraße wollte er auch die Kreisstraße K 1006, die Ihinger Straße kappen und fand dazu im Steinbruch NSN einen mächtigen Verbündeten. Immerhin darf sich der Gesteinsabbau jetzt schon innerhalb des FFH-Gebiets nach diskreter und devoter Vorarbeit durch Merz bis zur Ihinger Straße hin ausdehnen. Wohl darum wurde ohne Baugenehmigung die Feldwegbrücke BW 16 über die B 464 gebaut, damit nach dem möglichen Wegfall der Ihinger Straße die Fluren südlich und westlich der Bahnlinie erreichbar bleiben.

Landratsamt und Regierungspräsidium haben der verrückten Idee zugestimmt, die Ihinger Straße (K 1006) als Ausgleichsmasse für die Ertüchtigung der Verbindung Döffingen-Maichingen (K 1064) aufzugeben. Der Verkehr aus dem Würmtal nach Stuttgart auf der Ihinger Straße wird damit zusätzlich durch das Maichinger Ortszentrum und die Landhaussiedlung geführt!

Die Behörden sind neuerdings von ihrem Fehler abgerückt, weil die Ihinger Straße bei den zahlreichen Staus und Verstopfungen auf der Bundesstraße B 464 als unverzichtbares Überlaufventil gebraucht wird.

Der Pächter der neuen Tankstelle beim Steinbruch hat bei deren Eröffnung sehr für die Erhaltung der Ihinger Straße plädiert, für Bürgermeister Merz gewiss ein Verdruss. Der Pächter erklärte den Gästen, unter ihnen Magstadter Gemeinderäte, die Ihinger Straße müsse offenbleiben, schließlich brauche er Kunden an Zapfsäulen, Waschanlagen und im Bistro. Dass Handel und Wandel etwas miteinander zu tun haben, hat Merz ohnehin bis heute nicht begriffen. Mit Tempo 7 in der Ortsmitte wollte er dafür sorgen, dass auch die letzten Magstadter Geschäfte dort vollends eingehen.

Magstadter Ehrenbürger
von Team 2020 am 30 Mar. 2018 10:41
Bei der Verabschiedung aus dem Amt des Bürgermeisters hat der Magstadter Gemeinderat Dr. Hans-Ulrich Merz die Ehrenbürgerschaft verliehen. Der Beschluss wurde in nichtöffentlicher Sitzung gefasst. Der Lokalredakteur Karlheinz Reichert berichtete darüber am 5. März 2018 in der Sindelfinger Zeitung: "Mit den Stimmen der Freien Wähler, der SPD und einem Teil der CDU!" Es spricht sich herum, mit einer Stimme Mehrheit. Die Amtszeit von Merz währte 16 Jahre (2002-2018).

Weiter heißt es: "In der Nachkriegsgeschichte ist Dr. Merz damit der zweite Ehrenbürger der Gemeinde Magstadt. Der erste war Erich Bohlinger, sein Vorvorgänger im Amt." Er hatte es 38 Jahre lang geführt (1948-1986). Bohlinger wurde im Gemeinderat die Ehrenbürgerwürde einstimmig zuerkannt. So war es auch bei Ernst Bissinger, der von 1902 bis 1933 Bürgermeister war.

Weil vorauszusehen war, dass für Merz keine Einstimmigkeit zu erwarten war, richtete die Fraktion "Freie Liste Magstadt" am 27. Februar 2018 ein Schreiben an den Bürgermeister mit dem Antrag auf eine Änderung der "Richtlinie für die Ehrung verdienter Persönlichkeiten". Der Antrag stellte fest: "nach § 22 der Gemeindeordnung kann der Gemeinderat die Ehrenbürgerschaft verleihen. In unserem Ortsrecht ist dies weder durch die Satzung noch durch eine Richtlinie geregelt. Das hat zur Folge, dass die Ehrenbürgerschaft bereits mit einfacher Mehrheit verliehen wird. Die Verleihung der Verdienstmedaille dagegen wird in der Richtlinie für die Ehrung Verdienter Persönlichkeiten geregelt. Ein Beschluss über die Verleihung bedarf gemäß § 2 Punkt 2 einer Mehrheit von 2/3 der Mitglieder des Gemeinderats."

Im Antrag wird angeregt, dass die Verleihung der Ehrenbürgerschaft nicht mit einem niedrigeren Stimmenanteil als zur tiefer einzustufenden Verdienstmedaille nötig geschieht, also mindestens 2/3 der Stimmen erforderlich sind.

Dieser Antrag der Freien Liste Magstadt (FLM) wird von Claudia Fleischmann, Thomas Keller und Walter Moser von der CDU-Fraktion mitgetragen.

Der Böblinger Bote berichtete ebenfalls am 5. März: "Sie erleben mich jetzt ein bisschen sprachlos, entgegnete Merz, als ihm seine Stellvertreterin die Ernennungsurkunde aushändigte." Laut dem Magazin Neues aus Magstadt "verschlug es dem Ex-Bürgermeister die Sprache", die er "erst ganz am Ende der Feierlichkeiten wieder fand."

In der Gemeinderatssitzung vom 20. März 2018 wurde der Antrag der FLM nachträglich einstimmig angenommen.

In der "regellosen Zeit" hat es die 1. Stellvertreterin und Kreisrätin der FWV-Fraktion Brigitte Armbruster also geschafft, Dr. Hans-Ulrich Merz mit einer Stimme Mehrheit zur Ehrenbürgerwürde zu verhelfen. Am 20. März war auch sie dann der Meinung, so etwas dürfe in Zukunft nicht mehr passieren.

Die Mär vom Recycling-Fischer
von Team 2020 am 27 Mar. 2018 11:14
Wer kennt sie nicht, die gelben Schwerlaster der Firma Fischer, die den Steinbruch NSN anfahren! Schließlich haben sie auch ein Jahrzehnt lang die Magstadter Ortsdurchfahrt bereichert und die Abgaswerte im Stop-and-go-Verkehr hochgetrieben. Angeblich kommen sie aus Weilheim. Die Firma hat auch Erdbaumaschinen, und die braucht man auf Deponien. Deponien aber sind rar, sie werfen darum wirklich Profit ab. Im Magstadter Steinbruch NSN werden 60 Meter tiefe Löcher in den Muschelkalk gesprengt und das Gestein als Betonschotter verkauft. Die entstandenen Abgründe werden danach wieder aufgefüllt. Dieses staubige Treiben wird durchs ganze kommende Jahrhundert den Magstadter Westen bestimmen. Eigentlich ist auf dem Gelände ein Schutzgebiet, das als FFH-Gebiet bald nach dem Jahr 2000 der EU nach Brüssel gemeldet werden sollte. Aber das haben in einer gemeinsamen Aktion die Bürgermeister aus Renningen und Magstadt, Bernhard Maier und Dr. Hans-Ulrich Merz zu verhindern gewusst.

Was sonst noch im Westen geschah .

An der Schafhauser Straße betrieben bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts Magstadter in einem kleinen Steinbruch eine Kalkhütte. Sie produzierten Kalk für die Mörtelbereitung in den Baugeschäften. Das Firmengelände wurde später verkauft. Die Firma KRONIMUS stellte Betonverbundsteine für Straßen- und Hofbeläge her, nachdem der Steinbruchbetrieb Lauster aus Stuttgart eine Zeit lang auch Muschelkalk dort abbaute. Der Steinbruch lief aber ständig voll mit Wasser und war unrentabel geworden.

Als sich die Firma KRONIMUS von Magstadt verabschiedete, bewarb sich der örtliche Fuhr- und Recyclingbetrieb Hurler um das Areal. Er wollte seinen Betrieb aus dem Gewerbegebiet an der Blumenstraße in das Gelände an der Schafhauser Straße verlegen. Der Kauf scheiterte nicht am Kaufpreis. Der stellvertretende Landrat Wolf Eisenmann hatte anderes im Sinn. Er zog die Firma Fischer vor.

Gestützt auf solch gute Verbindungen begann die Firma Fischer sofort, entlang der Grundstücksgrenzen vier Meter hohe Stahlbetonschüttwände zu errichten, auf einer Länge von mehreren 100 Metern. Sie wollte dort möglichst viel Schüttgut unterbringen. Eine mobile Steinschlagmaschine begann, große Mengen Bauschutt zu verarbeiten. Viel Staub entstand und zog mit dem aus der Firma NSN über die Felder hin. Nachträglich wurde der Firma Fischer auch die Lagerung von Schadstoffen erlaubt, obwohl die Betriebsflächen über einen offenen Graben in Richtung Erschel entwässert werden.

Erst Jahre später lagen zwei Baugesuche auf dem Magstadter Rathaus. Eins war das Nachtragsbaugesuch für die ohne Genehmigung gebauten Schüttwände, das andere war für eine Firmentafel an der Betriebseinfahrt.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Armbruster eröffnete eine anhaltende Diskussion über die Verkürzung der fünf Meter langen Firmentafel. Zur Sache der Stahlbetonwände wurde nur mitgeteilt, sie werde in der nächsten Sitzung behandelt. Tatsächlich wurde sie ohne Widerrede genehmigt, es gab nur zaghafte Kritik an der sonderbaren Genehmigungspraxis. Die heftig umstrittene gekürzte Firmentafel ist bis heute nicht montiert worden.

Man hatte im Gemeinderat eine Scheindiskussion über Unwesentliches geführt, über die Hauptsache aber geschwiegen – nicht das erste Mal!

Wie man zu billigem Baugrund für eine Straßenmeisterei kommt
von Team 2020 am 28 Mar. 2018 12:42
Vor vielen Jahren begann die Flurneuordnungsbehörde beim Landratsamt mit dem Aufkauf der zum Bau der Bundesstraße B 464 benötigten Grundstücke. Dies ging ohne Schwierigkeiten vonstatten, waren doch die Grundbesitzer häufig froh, für die vielen Erbengemeinschaften einen Kaufpreis zu erzielen, der geringfügig über dem Acker- oder Wiesenpreis lag, ungefähr bei fünf Euro pro Quadratmeter.

Die Flurneuordnungsbehörde unterstand Landrat Bernhard Maier. Sein "Magstadter Verkehrskonzept" hatte er bereits zügig den Magstadtern untergejubelt. Jetzt hatte er einen weiteren guten Einfall, die Magstadter zu übertölpeln. Beim Verkehrskonzept war der Magstadter Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz Mittäter, als Maiers Kompagnon musste er den Magstadter Gemeinderat so weit bringen, ihm zuzustimmen. Beim Aufkauf der Flächen für die B 464 war er nur Mitwisser. Er wusste, dass mehr als die benötigte Fläche zu einem nur knapp über dem Ackerpreis angesetzten Wert aufgekauft wurde, insgesamt 2.5 Hektar. Sie liegt verkehrsgünstig am Knoten der B 464/Schafhauser Straße. Sie liegt aber auch im besten Ackerland in Magstadt. Der Magstadter Gärtner Winter baut darauf Heilpflanzen. Er hat keine Neigung, weiterhin seine Äcker für Straßen, Ausgleichsmaßnahmen und in diesem Fall für Gewerbegelände zu opfern.

Der neue Landrat Roland Bernhard versucht es jetzt mit einem Ackerpreis von angeblich 11 Euro pro Quadratmeter. Vor dem Beginn des Aufkaufs waren die Felder im Flächennutzungsplan für ein Gewerbegebiet vorgemerkt, dann wäre ein weit Mehrfaches als Bernhards Angebot zu bezahlen gewesen. Die seitherigen, nun aufzugebenden Straßenmeistereien im Kreis liegen in Herrenberg und Leonberg in Gewerbegebieten. Dort sind beim Verkauf pro Quadratmeter leicht 500 Euro zu ergattern.

Kein Wunder also, wenn Landrat Roland Bernhard sich dieser Tage bei der Verabschiedung von Bürgermeister Merz artig bedankt für dessen Unterstützung beim Aufkauf der Baufläche für die Straßenmeisterei.

Wo es bei öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Leistungen klemmt
von Team 2020 am 18 Mar. 2018 00:33
Wer sich halbwegs über die Medien informiert, muss feststellen, Deutschland hat einigen Nachholbedarf.

Beispiele:

So hat Enel schon vor 15 Jahren alle italienischen Haushalte mit intelligenten Stromzählern, sogenannten Smartmetern ausgestattet. Derzeit werden diese komplett durch digitale Zähler ersetzt. Damit diese funktionieren, braucht es zuverlässige Datenleitungen. Da die italienische Telekom in Sachen Netzausbau in etwa so schnell ist wie der deutsche Pedant aus Bonn, hat Enel vorgemacht, was für Stromkonzerne Neuland war: Der Konzern baut sein eigenes Glasfasernetz auf. Ein Gigabit pro Sekunde schaffen die Leitungen im Upload wie im Download.

Viele deutsche Kunden können froh sein, wenn sie mit 16 Megabit pro Sekunde surfen können. Der Bund hat zwar Mittel für den Aufbau von schnellen Leitungen zur Verfügung gestellt, aber gerade einmal 3% wurden von den Kommunen davon abgerufen!

EnBW informiert in seinem Kundenmagazin 1/2018:
"Wird bei Ihnen (Privathaushalte mit geringem Stromverbrauch) eine moderne Messeinrichtung eingebaut, müssen Sie weiterhin einmal im Jahr den Strom ablesen", will nichts anderes heißen, der Zählerstand muss vom Kunden weiterhin an den Versorger gemeldet werden.

Grüne in Stuttgart wollen Nahverkehrsabgabe. Diskutiert werden Euro 365 jährlich. "Der Nahverkehr braucht 800 Millionen Euro und wir brauchen noch 10 bis 15 Jahre für den Ausbau, für die nötigen Kapazitäten", sagte der Stuttgarter OB.

Zahle jetzt, die Leistung kommt aber erst in ferner Zukunft! Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Leider sind das die Bürger und nicht die verantwortlichen Politiker.

RE: Wo es bei öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Leistungen klemmt
von Team 2020 am 25 Mar. 2018 13:49
Im SWR lief eine aufschlussreiche Sendung zum Thema:

"Vor Ort im Straßenverkehr"

Das passt prima zum vorangegangenen Beitrag. Aus allen Ecken tönt es, was die Politik für den öffentlichen Nahverkehr tun will. Solche Beteuerung hört man seit Jahren. Aber es tönt eben immer nur, umgesetzt wird zu wenig und die Verkehrsmittel sind im Berufsverkehr überfüllt und unpünktlich.

Nicht jeder hat gleitende Arbeitszeit! In vielen Unternehmen gibt es feste Arbeitszeiten. Dort ist der Arbeitsbeginn auf die Minute einzuhalten,

Ich kann mich noch an die letzte schwache Konjunkturlage mit vielen Millionen von Arbeitslosen erinnern. Da wurden von den Arbeitnehmern Flexibilität und Mobilität für die Annahme eines neuen Arbeitsplatzes gefordert.

HomePage Vor Ort im Straßenverkehr
https://swrmediathek.de/player.htm?show=4f515100-2e0a-11e8-8c1f-005056a12b4c

RE: Wo es bei öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Leistungen klemmt
von traxl am 25 Mar. 2018 20:04
Dem Auto geht es an den Kragen – Zur Sache BW

Wer Zeit hat, sollte sich den ganzen Beitrag ansehen.
Hier wird deutlich, wie die Politik über Jahrzehnte Entwicklungen versäumte und untätig blieb. Gejammer und unsäglicher Aktionismus sind an der Tagesordnung. Verkehrsstaus, unzureichender öffentlicher Personenverkehr und Umweltprobleme sind schließlich nicht die einzigen Baustellen in diesem Land.

Unternehmen sollten weiter ihre Betriebe aus den Städten heraus verlagern, wenn dort Erschwernisse in Form von Verkehrsabgaben, Schikanen bei der Verkehrsgestaltung oder eben auch nur eine mangelhafte Infrastruktur vorhanden ist. Standortverlagerungen wegen immer mehr aufkommender Handelshemmnisse ins Ausland sind derzeit auch aktuell. Schließlich holen andere Länder enorm auf.

Jetzt ist die Konjunktur noch gut. Aber wie lange noch? Arbeitnehmer haben oft die Möglichkeit sich heute noch einen Arbeitsplatz auszusuchen, der auch verkehrstechnisch gut erreichbar ist. Auch Einkaufen in der City muss nicht immer unbedingt sein. An den Rändern von Städten und Gemeinden gibt es wunderbare Einkaufszentren mit genügend und kostenlosen Parkplätzen. Onlinehändler sind im Aufwärtstrend und haben starken Zulauf. Die Menschen müssten nur noch mehr ihre Gewohnheiten ändern.

Die Konsequenz: Belebte Innenstädte gibt es dann nicht mehr und der Rest des Einzelhandels in den Innenstädten geht dann vollends ein. Das tägliche Gezeter wegen der Verkehrs- und Schadstoffprobleme erledigt sich dann von selbst.

HomePage Dem Auto geht es an den Kragen – Zur Sache BW
https://swrmediathek.de/player.htm?show=77cca400-2e0e-11e8-8c1f-005056a12b4c

Die abenteuerliche Geschichte um das "Magstadter Verkehrskonzept"
von Igel9 am 17 Mar. 2018 16:14
Als Landrat Bernhard Maier 2000 sein Amt im Böblinger Landratsamt antrat, hatte er für seine Gemeinde Renningen schon viel erreicht. Dem Ort waren am 1. Januar 1982 die Stadtrechte verliehen worden, das spiegelt sein gelungenes Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung wider. Der neue Bürgermeister von Magstadt, 2002 ins Amt eingetreten, strebte das Gegenteil an. Im Gemeinde-Entwicklungsplan gab Dr. Hans-Ulrich Merz seine Vorstellungen bekannt. Magstadt solle "keine Gewerbegemeinde werden" und "seinen dörflichen Charakter bewahren".

Maier hatte als Regionalrat der ersten Stunde längst über den Tellerrand seiner Gemeinde hinausgeschaut. Im Gegensatz zum Kollegen Merz war er in allen Sparten der Verwaltung zu Hause. Der Kreistag hat den Vorsitzenden der größten Fraktion, der FWV, denn auch ohne Gegenkandidaten und Gegenstimmen zum Landrat erhoben.

Für sein Renninger Steinbruchprojekt im Breitlaubwald setzte er schon 1997 den Regionaldirektor Bernd Steinacher und dessen Chefplaner Dirk Vallée ein, um für das neue Steinbruchunternehmen NSN optimale Straßenverbindungen zum Stuttgarter Westen zu erarbeiten. Es gelang ihm die Planunterlagen des Magstadter Bürgermeisters Benzinger zur Bahnunterführung Maichinger Straße zu eliminieren und die Landesstraße L 1189 nicht wie seither durchs Hölzertal zu führen, sondern umzulenken auf die erst 1972 südlich des Magstadter Sportgeländes gebaute K 1005 (Richtung Maichinger Waldfriedhof).

So sollen die Magstadter aus ihren Hauptwohngebieten in Zukunft einen 1,5 km längeren Umweg bergauf und bergab über die Sindelfinger Markung nach Stuttgart fahren. Maier hatte diese Streckenführung als kostenneutral zu Bürgermeister Benzingers ursprünglichen Plänen vorgestellt. Er verquickte seine Pläne geschickt mit der Einrichtung der S 60 Böblingen-Renningen. Im Ergebnis entstanden aber die zehnfachen Kosten von sage und schreibe 10 Millionen Euro.

Angekündigt wurde die neue L 1189 in den Planunterlagen als Teil (Südtangente) der kürzesten Verbindung zwischen Stuttgart und Calw. Neuerdings soll die Südtangente jedoch am Renninger Breitlaubwald enden und die Verbindung nach Schafhausen aufgegeben werden. Ihre Begründung als "kürzeste Verbindung" nach Calw war nur vorgetäuscht. In Wirklichkeit ging es um die Interessen der Steinbruchfirma NSN. Sie erhielt eine konkurrenzlos kurze Verbindung nach Stuttgart. Wie diese zur Werhahn-Gruppe gehörende Firma ihre Forderungen durchzusetzen versteht, zeigte sich erst jüngst wieder in den Auseinandersetzungen um die Tankstelle in ihrer Betriebseinfahrt. Davon später.

RE: Die abenteuerliche Geschichte um das "Magstadter Verkehrskonzept"-Teil2-
von Igel9 am 21 Mar. 2018 15:52
Osttangente/Hölzertalstraße

So langwierig sich die Planungen für die angeblich nur der Umgehung Magstadts dienende, ortsnahe Bundesstraße B 464 und die Wiederinbetriebnahme des Personenverkehrs mit der S 60 auch hinzogen, bei der Magstadter Südumfahrung waren die vielen Millionen schnell besorgt. Sie war im Nu fertig.

Danach verabschiedeten sich aber Landrat Maier und der Straßenplaner TTK von dem Projekt. Die Steinbruchstraße war gebaut, die Osttangente Nebensache. Da diese das Landschaftsschutzgebiet im Osten des Gollenbergs durchschnitt, wurde für diese Natursünde die 4,5 Kilometer lange Hölzertalstraße als überdimensionale Ausgleichsmaßnahme vorgeschrieben. Ein Jahrzehnt behaupteten Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz und die Naturschutzbehörde beim Landratsamt steif und fest, daran ließe sich nichts ändern.

Im Bürgerentscheid 2008 stimmte die Mehrheit der Magstadter Bürger für die Erhaltung der Hölzertalstraße. Aber Merz arbeitete mit den Behörden weiter an der Schließung und annullierte den Bürgerentscheid mit der fadenscheinigen Behauptung, für 800 Meter Osttangente sei die Schließung von 4,5 Kilometern Hölzertalstraße der adäquate Ausgleich. Diese im Magstadter Gemeinderat immer wieder bezweifelte Behauptung wurde aber im Prozess vom Stuttgarter Verwaltungsgericht bestätigt.

Die zweifelnden Stimmen im Gemeinderat bekamen Jahre später aber doch recht! Denn Merz lief 2016 aufs Regierungspräsidium und half der Behörde aus der Patsche, in welche die bei der Verbreiterung der Autobahn A8 Stuttgart-Vaihingen/Leonberg hineingeraten war. Denn dafür war eine wirklich voluminöse Ausgleichsmaßnahme nötig. Sie wurde mit der Hölzertalstraße auch gefunden. Den jahrelangen Behauptungen und dem Gerichtsurteil entgegen, war die Schließung der Straße mit einem Mal für die Osttangente keine unausweichliche Maßnahme mehr. Plötzlich reichte dafür eine Ausweitung des Planbachs auf 50 Meter Länge!

Nach dieser rechtlich höchst bedenklichen Rochade der Behörden wollte Merz die Osttangente zügig in Angriff nehmen. Aber er unterlag in einem Normenkontrollverfahren, das Bürger beim Verwaltungsgericht angestrengt hatten. Im Genehmigungsverfahren hatte die Gemeindeverwaltung schlampig gearbeitet und den Lärmschutz und Luftschadstoffe vernachlässigt.

Auch dem Landratsamt Böblingen dürfte dieses skandalöse Vorgehen suspekt gewesen sein. Seine Untere Naturschutzbehörde verlegte darum nach einem Jahrzehnt plötzlich die Grenze des Naturschutzgebiets östlich des Gollenbergs auf die Ostseite der Osttangente hinüber. Zehn Jahre voller falscher Versprechungen und einem verkehrten Gerichtsurteil endeten damit, dass für die Osttangente nun gar keine Ausgleichsmaßnahmen mehr nötig sind! Ein Unding!

"Sein Umgehungsstraßenkonzept" sei in seinem Amtszimmer erfunden worden und dort sei „die Magstadter Südumfahrung geboren worden“, so ließ Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz in seiner Abschiedsrede wissen. Dem sei schlicht entgegengehalten, dass das "Magstadter Verkehrskonzept" schon fünf Jahre vor seinem Amtsantritt im Renninger Rathaus für den Bau einer Steinbruchstraße konzipiert worden war. Der Schaden, den es für die Gemeinde Magstadt angerichtet hat und weiter anrichtet, ist noch gar nicht abzusehen.

Planungen bestehen in Magstadt aus Versuchen. Reklamiert niemand, haben auch nicht sachgerechte Planungen eine Chance auf Umsetzung. Mit mehreren Auslegungen werden Bürger nach und nach mürbegemacht.

Dieselfahrverbote - Meinungen und Folgen in der Praxis
von Team 2020 am 28 Feb. 2018 23:21
Was bedeutet die Entscheidung aus Leipzig? Städte sollen Fahrverbote verhängen dürfen, so dass Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Dadurch soll die Luft besser werden.

Mehr dazu unter: Siehe unten!

HomePage Dieselfahrverbote - Meinungen und Folgen in der Praxis
http://www.zeit.de/thema/dieselfahrverbot

Magstadter Floriansjünger auf Abwegen ?
von Team 2020 am 02 Mar. 2018 11:13
In gewisser Weise schon, denn zum Funkenfeuer ging es wie immer ins holprige Gelände. Das Winterwetter schuf eine eindrucksvolle Szene, wie das Foto in der Stuttgarter Zeitung vom 19. Februar 2018 zeigt.

Bürgermeister Merz, der oberste Festherr, hätte sicher lieber gesehen, der Scheiterhaufen wäre auf der Hölzertalstraße abgefackelt worden. Die Straße wäre endlich unpassierbar gewesen und die neue Beschilderung im Ortsinnern hätte ihre Berechtigung.

Am Neuen Schulhaus wird der Passant nämlich neuerdings nicht mehr auf den nächsten Weg nach Stuttgart nach Osten, sondern auf die B 464 nach Westen verwiesen. Der Straßenschließer Merz kann es nicht lassen, seine Sturheit dem Straßenbauamt gegenüber auf die Spitze zu treiben. Von diesem hat die Anweisung, die Hölzertalstraße bis zur Fertigstellung der Osttangente offenzuhalten und verkehrstüchtig instand zu setzen.

Nicht lang nach seinem Amtsantritt hat Merz die SPD-Fraktion schon zu einer sonntäglichen Straßenschließung veranlasst, weil damals das Autohaus Schott zu einem verkaufsoffenen Sonntag eingeladen hatte. Landrat Bernhard Maier, Freund und Gönner des Bürgermeisters, hat diese gewerbeschädigende Vorgehensweise selbstverständlich gedeckt, sie war seinem „Magstadter Verkehrskonzept“ ja förderlich.

Feuerwehr und Polizei hat Merz auch eingesetzt, um einen Storch auf dem Dach des früheren Gasthofs „Adler“ zu platzieren. So wollte er Tierfreunde veräppeln, die den Südosten von Magstadt vor Straßen- und Häuserbau schützen wollten. Heute kann Meister Adebar auf der Durchreise nicht mehr auf den Feuchtwiesen im Erbach landen und die Fledermauspopulation ist dort ausgerottet - eine Meisterleistung des ehemaligen Leiters des Leonberger Umweltamts!

Der Missbrauch der Feuerleiter musste hochnotpeinlich doch kaschiert werden und so erklärte man die Entfernung der Storchattrappe zu einer Feuerwehrübung „Tierrettung“. Eine Gemeinderätin hat diese vor Ort heftig beklatscht.

Auch bei der sonderbaren Verlagerung der NSN-Tankstelle in das FFH-Gebiet Nr. 7319-341 an der Ihinger Straße war die Feuerwehr mit ihrer Leiter ganz unprofessionell im Einsatz. Die Behörde hatte in dem unübersichtlichen Verkehrsknoten einen siebten Straßenanschluss lange abgelehnt. Merz hingegen hielt ihn für unentbehrlich. Im Gemeinderat eröffnete Gemeinderätin Brigitte Armbruster dazu eine abwegige Diskussion mit dem Antrag, den Werbemasten des Mineralölkonzerns nicht so hoch wie geplant zu bauen. Zur Illustration wurde die Feuerwehrleiter am Ortsrand ausgefahren.

Inzwischen ist die Tankstelle in Betrieb genommen, ohne zusätzliche Zufahrt und ohne Werbemast. Man hatte also eine Scheindiskussion geführt wie früher schon zur Einfahrt zum Recycling-Fischer an der Schafhauser Straße. Dort ging es um die ungenehmigte Aufstellung von einigen hundert Meter langen Schüttwänden, aber die Diskussion konzentrierte sich auf die Verkürzung einer Firmentafel, die bis heute gar nicht angebracht worden ist. Die Schüttwände wurden ohne Widerrede nachträglich abgesegnet.

Hoffen wir, dass das Funkenfeuer der Magstadter Feuerwehr auch in Zukunft im Gelände auflodert, die Magstadter Sinne erhellt und die Hölzertalstraße für den Stäbler-Bus noch lange offenbleibt.

Die Steinbruchsaga Teil 1
von Max9 am 10 Mar. 2018 10:50
Als die Abbaugebiete des Magstadter Steinbruchs Ezel in den Achtzigerjahren zur Neige gingen, hat der Magstadter Gemeinderat auf dessen Ende hin gearbeitet. Dem Staub und dem Dreck in dessen Umfeld, den schweren und gebäudeschädlichen Erschütterungen und vor allem dem zunehmenden Schwerlastverkehr durch den Ort sollte der Garaus gemacht werden.

Doch es kam anders. Der Steinbruchbetreiber begann, die zulässige Abbautiefe von 418,00 m ü.N.N. um zehn Meter ins Grundwasser hinein zu unterschreiten. Es bildete sich ein 3,5 Hektar großer Steinbruchsee, gespeist von dem Naturdenkmal "Totstattquelle". Nach einer Anzeige ergab eine Untersuchung, das Landesvermessungsamt habe „sich vermessen“. Landrat Dr. Heeb als Aufsichtsinstanz bekam einen Persilschein ausgestellt. Die Wasserfläche wurde rasch verfüllt bis auf einen kleinen See unter der Falkenwand. An diesem See feierten Schultes und eine Gemeinderätin runde Geburtstage und viele kommunale Freunde ließen sich dort ihr Vesper schmecken.

Für ein geschütztes Wanderfalkenpärchen wurde die Falkenwand freigehalten. Damit ging dort Raum für die Deponie verloren, zum Ersatz wurde daneben eine Überhöhung der Deponie mit über einer Million Kubikmetern Auffüllmaterial erlaubt.

Die staubige Idylle um den See mit dem Ziel des Falkenschutzes erwies sich viel später als trügerische ökologische Erfolgstat. Es schien zunächst so, als sei in der Restfläche des verbliebenen FFH-Gebietes Nr. 7319-341 das Naturdenkmal Falkenwand gesichert, nachdem der Gemeinderat das Gebiet in den Flächennutzungsplan der Gemeinde aufgenommen hatte. Aber sein Erhalt wurde dem Gemeinderat lediglich suggeriert. Flächennutzungsplan und Landschaftsrahmenplan der Gemeinde wurden überlagert vom alles beherrschenden Regionalplan. Der zog andere Grenzen. Die Firma NSN darf neuerdings bis zur Ihinger Straße Gestein abbauen. Darum also muss die Ihinger Straße geschlossen werden. Das einst im Seeloch vor der Falkenwand verlorene und an anderer Stelle genehmigte Deponievolumen wird doch noch aufgefüllt. Doppelt gemoppelt, doppelt kassiert!

RE: Die Steinbruchsaga Teil 2
von Max9 am 11 Mar. 2018 22:22
Steinbruchsaga 2
Parallel zu dieser Entwicklung innerhalb des Firmengeländes des Schotterwerks Ezel lief ein ganz anderer und viel raffinierterer Versuch, die Westflanke Magstadts in eine immerwährende Steinbruch- und Deponiewüste zu verwandeln. Ab 1983 ging nämlich der junge Renninger Bürgermeister Bernhard Maier daran, im Renninger Breitlaubwald den Magstadter Steinbruchbetrieb wieder aufleben zu lassen. In schwerer Not im Dreißigjährigen Krieg hatte die Gemeinde Magstadt im Jahr 1640 dieses Waldrevier verkaufen müssen, es gehörte nun als Enklave zu Weil der Stadt und gelangte als Privatwald in späterer Zeit zur heutigen Stadt Renningen.

Über den Verkauf 1640 liest man in Dr. Fritz Heimbergers „800 Jahre Magstadt“: „In dem von 900 auf 80 Einwohner geschrumpften Dorf war eine solche Not, dass Schultheiß , Bürgermeister, Gericht, Rat und ganze Gemeinde, reich und arm des Fleckens MAGSTADT das Waldstück Breitlaub um 1000 Gulden verkaufen mussten,“ um die verlangten Kriegstributationen an die Kaiserlichen bezahlen zu können.

Ab 1985 wurde das Breitlaub auf die Mächtigkeit seiner Muschelkalkvorkommen untersucht. Der clevere Renninger Bürgermeister Maier ließ Jahre danach zusammen mit seinem Stellvertreter und Gemeindeförster Gentner wissen, der von Sturm Wibke geworfene Wald werde erst auf einem anderen Boden wieder wachsen. Er meinte damit den Deponieboden, der dort nach einer Auffüllung des 60 Meter tiefen Abbaugebietes liegen würde.

So geschah es dann auch. Über eine Stiftung verwaltet die Stadt Renningen den Wald und verpachtete ihn an die Firma NSN. Der Magstadter Gemeinderat genehmigte eine zusätzliche Auffüllung von 30 Metern Höhe über dem alten Landschaftshorizont. Aus Renningen verlautet, dass jährlich 200 000 Euro Pacht eingenommen werden. Magstadt bekam und bekommt nach wie vor Dreck, Staub und den Verkehr ab und ein Almosen als Gewerbesteuer.

Der Umweltschützer Siegfried Zenger vom Landratsamt Böblingen findet derweil im Magstadter Gemeinderat breite Unterstützung für seine landschaftsschöpferische Tätigkeit, „Heckengäuberge“ auf der Magstadter Westflanke aufzubauen. Er stellt den Magstadtern die gute Luft aus dem Westen vollends ab.

RE: Die Steinbruchsaga Teil 3
von Max9 am 16 Mar. 2018 11:04

Der Regionalrat und Renninger Bürgermeister Bernhard Maier hatte aber noch ein gewichtiges Hindernis zu überwinden, um das gegen Ende seiner Amtszeit auftauchende Steinbruchkonsortium NSN im Magstadter Steinbruch und im Renninger Breitlaubwald zu platzieren. Das Land Baden-Württemberg forderte von den Gemeinden Magstadt und Renningen, die landschaftlich hervorragenden Flächen im Magstadter Erschel und im Renninger Breitlaub sowie Renninger Waldflächen im Süden der Markung als besonders schützenswerte Landschaftsteile der EU nach Brüssel zu melden.

Am 20. April 2004 beschlossen gleichzeitig die Gemeinderäte in Magstadt und Renningen aber, genau das Gegenteil zu tun. Denn das ortsnahe Umgehungsprojekt B 464 3a und die Steinbruchvergrößerung seien sonst nicht mehr durchzusetzen.

Der Renninger Bürgermeister war seit dem Jahr 2000 zum Landrat des Kreises gewählt und hatte im Jahr 2001 mitgeholfen, den als Leonberger Umweltamtsleiter freigesetzten Dr. Hans-Ulrich Merz für das Bürgermeisteramt in Magstadt zu interessieren. Im März 2002 trat Merz das Amt an. Gemeinsam nutzten beide ihre Ämter für die Durchsetzung von Maiers Projekten. Es waren dies die "Ertüchtigung" der B 464, die freilich bis heute zu eng geblieben ist, die Umsetzung des 1997 in Renningen ausgebrüteten "Magstadter Verkehrskonzepts" und für die Steinbruchfirma NSN die Vergrößerung ihrer Abbau- und Deponiefläche um das Dreifache.

Die Ersatzautobahn B 464/B 295, bei Planungsbeginn als angebliche "reine Umgehungsstraße für Magstadt" getarnt, ist zusammen mit dem “vergessenen“ Lückenschluss für die Stadt Renningen jetzt selber zu einem fast unlösbaren Problem geworden. Von Bernhard Maier, als Regionalrat immer noch aktiv, hat man dazu noch nichts gehört.

Die Magstadter Südumfahrung, Teil des "Magstadter Verkehrskonzepts", stellt sich inzwischen eindeutig als "reine Steinbruchstraße" heraus. Denn die Straße soll vom Breitlaub an nicht mehr nach Schafhausen weitergeführt werden. Das ermöglicht der Firma NSN die zukünftige Ausdehnung im Muschelkalkgebiet zwischen Döffinger Holz und Planbachtal von 36 auf weit über 100 Hektar. Innerhalb des als wertvolles Schutzgebiet im europäischen FFH-Programm ausgewiesenen Gelände durfte sich dazu noch die Recyclingfirma Fischer niederlassen. Den Nutzen haben die Stadt Renningen und das Landratsamt Böblingen. Magstadt dagegen ist bedient mit einer durchgehenden klimaschädlichen Wüstenei an seiner Westflanke.

Proteste aus Magstadt haben zuwege gebracht, dass ein kümmerlicher Rest des geplanten FFH-Gebiets Nr. 7319-341 im Flächennutzungs- und Landschaftsrahmenplan der Gemeinde Magstadt erhalten blieb. Auch dort zeigte sich, dass mit der EU-Richtlinie kein Haltbarkeitsdatum für den Schutz von Fauna und Flora gesichert ist und die Regelungen nur allzu leicht vom Betrieb NSN umgangen werden können. Landratsamt und Regierungspräsidium ziehen am Ende mit.

Ist die Magstadter Gemeinschaftsschule noch zu retten?
von Team 2020 am 14 Feb. 2018 16:47
Zielvorgabe für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule sind zwei Klasen mit je 28 Schülern, also insgesamt 56 Schüler.

In Magstadt haben sich neuerdings nur 22 Schüler angemeldet. Magstadt kann also keine zwei, ja, nicht einmal eine volle Klasse einrichten.

Schon jahrelang lässt der Bürgermeister trotzdem an der Johannes-Kepler-Schule herumbasteln. Auf Biegen und Brechen, er will eine Gemeinschaftsschule. Seit zwei Jahren stehen Schülerbücherei und Mediothek leer. Sie sollen wohl Mensa werden. Nichts Genaues weiß man nicht!

Ein Architektenauftrag wurde erteilt, Honorar unbekannt. Ohne dass ein genehmigtes Baugesuch vorliegt, wurde für 250 000 Euro voreilig ein Projektsteuerer beauftragt. Wie man hört, soll das Schulprojekt über 15 Millionen Euro kosten.

Die Vorgehensweise ist mehr als erstaunlich. Das ist, wie wenn ein Blinder ohne Führerschein einen teuren Mercedes bestellt.

Honorige Verabschiedung eines tüchtigen Bürgermeisters
von traxl am 11 Feb. 2018 21:38
Am 1. Februar berichtete der Böblinger Bote über Bürgermeister Wilfried Dölkers Verabschiedung aus Holzgerlingen. Vor 32 Jahren hatte Dölker sein Amt angetreten. Seinem Vorgänger, wie er ein junger Mann, hatte der Holzgerlinger Gemeinderat "den Rücktritt nahegelegt".

Man erfährt aus der Zeitung: "Dölker hatte sich einige Monate zuvor an einem Sonntag mit seiner Frau Tabea drei Kommunen angesehen, in denen der Bürgermeisterposten ausgeschrieben war: Magstadt, Nufringen und Holzgerlingen." Der Schwarzwälder Dölker war mit 29 Jahren damals schon Leiter des Kommunalamtes im Landratsamt Freudenstadt.

"Holzgerlingen, auf das er seinerzeit von Schönaich aus zugefahren war, gefiel dem jungen Paar mit vier kleinen Kindern am besten." Leider, müssen wir Magstadter da sagen, denn er hätte den Magstadter Bürgermeister Erich Bohlinger nach 39 Jahren Amtszeit ablösen können.

Magstadt war damals noch eine TOP-Gemeinde im Kreis Böblingen und hatte 7695 Einwohner, Holzgerlingen 9600. Heute hat Magstadt 9600, Holzgerlingen jedoch 13 600. Im Jahr 1993 wurde Holzgerlingen zur Stadt erhoben.

Magstadt fiel weit zurück. Vom Jahr 2002 an wollte Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz die Bevölkerung schrumpfen lassen, Magstadt sollte "seinen dörflichen Charakter bewahren". Während Dölker zusammen mit der Gemeinde Weil im Schönbuch auf der Schönbuchlichtung ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen ließ, gab Merz im Gemeindeentwicklungsplan 2007 noch die Parole aus "Magstadt soll keine Gewerbegemeinde werden."

Der Magstadter Bürgermeister befasste sich lieber mit "Feschdla". Auch da hatte ihm Dölker etwas voraus, denn Holzgerlingen feierte 2007 seine 1000-Jahrfeier. Über Magstadt war 1997 das Buch des Kreisarchivars "800 Jahre Magstadt" erschienen, eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit. Merz hat trotzdem im Jahr 2010 900-Jahre-Magstadt feiern lassen.

RE: Honorige Verabschiedung eines tüchtigen Bürgermeisters
von Team 2020 am 12 Feb. 2018 17:40
Meine Tochter ist mit ihrer Familie nach Holzgerlingen gezogen, weil es von der Gemeinde Magstadt in der ganzen Amtszeit Merz keinen Bauplatz gab.

Meine Enkel haben dort ein Gymnasium vor der Haustür. In Magstadt dagegen sieht es mit der 2013/2014 eingeführten Gemeinschaftsschule schlecht aus. In "Neues aus Magstadt" kann man lesen, 2017/2018 sei diese Entwicklung allerdings ins Stocken geraten. Nur 22 Schüler wurden angemeldet. 2016/2017 waren es 36. So kann nur eine Klasse gebildet werden, dabei ist die Zielvorgabe die Zweizügigkeit mit einem Klassenteiler von 28 Schülern. Ob das Projekt Gemeinschaftsschule in Magstadt dauerhaft zustande kommt, ist also fraglich.

Das sind die Folgen, wenn ein Bürgermeister im industriellen Ballungsraum Stuttgart für seine Gemeinde den "dörflichen Charakter" erhalten will.

RE: Honorige Verabschiedung eines tüchtigen Bürgermeisters
von Team 2020 am 15 Feb. 2018 19:00
Einfach wird eine solche in Magstadt nicht. Schließlich ist Magstadt in den letzten 16 Jahren von einem Spitzenplatz unter den 16 Kreisgemeinden beim Pro-Kopf-Steueraufkommmen zu den Schlusslichtern abgerutscht. Der Ort hängt laut Auskunft des Gemeindekämmerers am Tropf des Landes. Dessen Zuschüsse sind konjunkturbedingt höchst unsicher.

Fehlende Wohnungsbau-Neubaugebiete haben sich auf die Bevölkerungsstruktur nicht gut ausgewirkt. Gut verdienende Facharbeiter auf Wohnungssuche mussten darum schon auswandern. Im Kreis ist Magstadt die Gemeinde mit der höchsten Zahl überschuldeter Haushalte (Stuttgarter Zeitung vom 26. Januar 2018).

Auf die Laudatio der stellvertretenden Bürgermeisterin Brigitte Armbruster (FWV) für den abtretenden Dr. Hans-Ulrich Merz darf man also gespannt sein, zählten doch dessen Schrumpfkurs und sein "Magstadter Verkehrskonzept" aus Renningen auch zu ihren höchsten Gefühlen.

Auf die Weitergabe der für Magstadts "dörflichen Charakter" etwas üppig geratenen Amtskette an den neuen Chef im Rathaus könnte man einstweilen verzichten. Wichtiger ist, dass im Rathaus ein frischer Wind zu wehen anfängt, im Bürgermeisteramt wie im Gemeinderat.

Abgasalarm – der Kampf um s a u b e r e Luft
von Team 2020 am 08 Feb. 2018 15:57
Feinstaub und giftige Stickoxide – das Neckartor in Stuttgart ist zum Synonym für schlechte Luft in deutschen Städten geworden. Doch auch an vielen anderen Orten werden die Abgasgrenzwerte überschritten und belasten seit Jahren unsere Gesundheit – und das auch jenseits der behördlichen Messstationen. Die Abgasaffäre bringt eine neue Dynamik in den Kampf um [BAD]bere Luft.

Ein Synonym ist auch, wenn Straßen - wie z.B. in Magstadt die Osttangente in einem topografisch ungünstigen und durch inverse Wetterlagen gekennzeichneten Gebiet - geplant und gebaut werden sollen. Dieses in einer Tallage und nahe der Wohnbebauung.

Ein guter Beitrag (Video) unter dem Link unten.

Geändert von Team 2020 am 8.Feb.2018 16:10

HomePage Abgasalarm – der Kampf um saubere Luft
https://swrmediathek.de/player.htm?show=f4bbe880-0b1e-11e8-bc12-005056a10824

RE: Abgasalarm – der Kampf um s a u b e r e Luft
von Team 2020 am 10 Feb. 2018 14:29
Feinstaubwolke über Baden-Württemberg, so überschreibt die Stuttgarter Zeitung einen aktuellen Beitrag.

Jetzt sind nicht nur die Hauptverkehrswege betroffen, sondern auch viele Nebenstraßen und Wohngebiete im Land.

Ausführlicher Beitrag unter dem Link.

HomePage Feinstaubwolke über Baden-Württemberg
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.luftqualitaet-feinstaubwolke-ueber-baden-wuerttemberg.c145b0f4-904e-4542-8e65-12d8f80ba002.html

Hurra, die Gabionewand steht wieder!
von Team 2020 am 09 Feb. 2018 10:59
Obwohl der Magstadter Bürgermeister mit dem Mauereinsturz vor fünf Jahren gar nichts zu tun haben will, schließlich hat er ja keine eigene Baurechts- und Baukontrollbehörde, hat er beim Neujahrsempfang stolz verkündet, im Januar werde endlich die Mauer erneuert. Unter Merz baute man ja immer gemächlich.

Mit der Bekanntgabe seines etwas verspäteten Erfolgs bei der Ortskernsanierung II hat er trotz deren düsterer Bilanz einen Heiterkeitserfolg erzielt.

Die sonst so neugierigen investigativen Journalisten der Lokalpresse haben außer Fotos von diesem geheimnisvollen Unglück nichts Wissenswertes geliefert.

Es war jedenfalls kein "Erdbeben der Stärke 0 auf der nach oben offenen Richterskala".

Auch der Magstadter Po[BAD]nenchor ist außer jedem Verdacht, es den Bläsern von Jericho gleichgetan zu haben (Josua 6). Er bläst ja nur unter der Kirchenmauer.

Niemand hat das Geheimnis dieses teuer gewordenen Unglücks ergründet. Wichtig: Die Mauer steht. Sie ist zwar zwei Meter höher, aber dadurch nicht schöner geworden. Das "Wohnen am Erbach" war eine Illusion wie so viele im Ort. Der Bach wurde nicht freigelegt.

Straßenmeisterei anstatt Gewerbegebiet an der B 464
von Max9 am 26 Jan. 2018 12:15
Zu Bürgermeister Benzingers Amtszeit war im Flächennutzungsplan der Gemeinde nördlich des Anschlusses der Schafhauser Straße an die B 464 ein Gewerbegebiet geplant. Dort gehört es auch hin. Wenn an seiner statt heute dafür im Hölzertal die Gewerbeflächen erweitert werden sollen, sind die nicht mehr attraktiv, schon gar nicht für einen Discounter oder Drogeriemarkt.

Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz war dem Landrat Bernhard Maier bei der Suche nach einem Standort für die Straßenmeisterei des Landkreises wie immer eine verlässliche Hilfe. Der Weg führte über das Flurneuordnungsamt, das dem Landrat untersteht. Von den Grundstücksbesitzern unbemerkt erwarb diese Behörde nicht bloß Straßenbaufläche für die neue B 464, sondern auch für einen Bauplatz für die Straßenmeisterei zum Ackerpreis von etwa fünf Euro/qm. Beim nächsten Schritt schaltete der Landrat wie schon des Öfteren die ihm unterstellte "Untere Naturschutzbehörde" ein. Das ursprüngliche Gewerbeareal nördlich der Schafhauser Straße ließ er zum Landschaftsschutzgebiet erklären und darin ein spezielles Sondergebiet ausweisen für die Straßenmeisterei. Für sie wurde vor Jahren ein Baugesuch vorgelegt und wieder verworfen. Ein Architektenwettbewerb wurde inzwischen ausgeschrieben und entschieden. Der Malteserhilfsdienst darf noch mit einer Rettungswache unterschlüpfen. Die Gemeinde Magstadt muss jetzt aber einen Bebauungsplan ausarbeiten und die ganze Erschließung - Kanal, Wasser, Strom - planen und ausführen. Die Entfernungen sind groß, das wird teuer. Gewerbesteuer bekommt Magstadt vom Landkreis aber keine.

Die Magstadter Grundbesitzer des einst als Gewerbegebiet ausgewiesenen Geländes haben gar nicht mitbekommen, auf welch heimtückische Art sie um viel Geld gebracht worden sind. Die Flächen seiner in Gewerbegebieten in Herrenberg und Leonberg aufgegebenen Straßenmeistereien können Land und Kreis zum Preis von 500 Euro/qm verkaufen. Für die neue Straßenmeisterei bekam der Kreis das Gelände von den Magstadtern eigentlich geschenkt.

Nur ein einziger hat sich gegen das liederliche Manöver gewehrt, der Gärtner Klaus Winter. Seit Jahren streitet er sich mit dem Landratsamt herum und soll jetzt mit einem Quadratmeterpreis von elf Euro enteignet werden (Stuttgarter Zeitung vom 24. Januar 2018).

RE: Straßenmeisterei anstatt Gewerbegebiet an der B 464
von Igel9 am 26 Jan. 2018 18:35
Dass für die B 464 aufgekaufte Grundstücke anderweitig verwendet werden, ist nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht zulässig. Sobald der Bedarf für den Straßenbau feststeht, sind die nicht benötigten Grundstücke an die Eigentümer zurückzugeben.

RE: Straßenmeisterei anstatt Gewerbegebiet an der B 464
von Team 2020 am 27 Jan. 2018 11:05
Das hat schon ein Geschmäckle, wenn die öffentliche Hand im Rahmen ihrer Planungshoheit quasi Grundstücksspekulationen zulasten von einzelnen Grundstückseigentümern betreibt. Bei einer Enteignung stellt sich für den Eigentümer in diesem Zusammenhang nicht nur die Frage der Entschädigung, sondern es muss auch die betriebswirtschaftliche Seite gesehen werden.

Der Eigentümer kann in diesem Fall durch mehrfache Inanspruchnahme seiner Grundstücksflächen für verschiedene öffentliche Projekte (Einzelmaßnahmen) in eine Situation geraden, die seinen Betrieb gefährden. Ausgleichsflächen für eine zusammenhängende Bewirtschaftung gibt es anscheinend keine mehr. Diese Scheibchentaktik spricht nicht gerade für das Rechtsempfinden und dem Schutz des Einzelnen.

RE: Straßenmeisterei anstatt Gewerbegebiet an der B 464
von Team 2020 am 27 Jan. 2018 18:19
So, so.

Da hat doch jeder der fürs Magstadter Bürgermeisteramt aufgetretenen Kandidaten mit Nachdruck unterstrichen, wie wichtig für die Entwicklung des Orts neue Gewerbeflächen sind.

Noch vor wenigen Jahren hatte Magstadt also eine ordentliche Menge davon in Reserve. Aber diese Ressource hat sich in der Ära des Duos Maier/Merz "verflüchtigt", ebenso wie die Aussicht von Magstadter Grundstücksbesitzer auf Gewerbeplatzpreise für ihr Eigentum. Was ihnen so entgangen ist, können sie wiederum nicht in ihrer Gemeinde investieren oder ausgeben. Ein doppelter Schaden für die Gemeinde.

Aber auch der Bund hat geringere Steuereinnahmen, den bei landwirtschaftlich genutzten Flächen sind die Wertsteigerungen und die darauf entfallende Steuer enorm. So trickst die öffentliche Hand sich gegenseitig selber aus. Was sagt man dazu?

RE: Straßenmeisterei anstatt Gewerbegebiet an der B 464
von Team 2020 am 30 Jan. 2018 23:07
Der ab März 2018 in Magstadt amtierende Bürgermeister Florian Glock hat vor der Wahl mit Begleitschutz wohl viele Magstadter Gewerbetreibende und alle Industriebetriebe besucht. In seinem Wahlprospekt beschrieb er seine Pläne für die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen folgendermaßen.

1. "Die Erschließung neuer Gewerbegrundstücke ist nur in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden möglich." Frage: Mit welchen denn?

2. "Die Nachbargemeinden sind partnerschaftlich einzuladen." Frage: Warum, wenn Magstadt gar keine Gewerbeflächen mehr hat? Die Erweiterung im abgelegenen Hölzertal kann man doch vergessen.

3. "Planungskosten können geteilt werden." Warum, wenn es keine interkommunalen Projekte gibt?

4. "Der Bedarf der ortseigenen Gewerbetreibenden und derer, die Gewerbeflächen anfragen, ist erfolgsorientiert zu koordinieren. Auf diese Art und Weise werden Interessenten nicht in einer Kartei verwaltet, sondern aktiv eingebunden." Wenn die Gemeinde keine Gewerbegrundstücke hat, dann gibt es nichts zu koordinieren. Man kann dann Anfragen tatsächlich nur in einer Kartei verwalten und mit einem Absagevermerk versehen.

Man liest auch: "Weiterhin werde ich im Rahmen meiner Antrittsbesuche bei den Bürgermeistern der Nachbargemeinden ausloten, inwieweit die mögliche Erschließung neuer Baugebiete in Magstadt mitgetragen wird." Die Bürgermeister werden sich wundern. Sie tragen schon immer die Kosten für ihre eigenen Baugebiete allein.

Wer sind denn diese Gemeinden?

Vielleicht wäre es für Herrn Glock im Moment viel wichtiger, den Landrat Roland Bernhard aufzusuchen um abzuklären, wer nach der Erstellung eines Bebauungsplans für die Straßenmeisterei des Landkreises die Erschließung dieses für Magstadt ertragslosen Projekts bezahlt: Die Straßenbauten bis zur Schafhauser Straße, die Kanalisation in den hoffentlich groß genug angelegten Erschelkanal und die Versorgung mit Wasser-, Strom- und Kabelanschlüssen. Da wird mit Sicherheit eine Million Euro nicht reichen.

RE: Straßenmeisterei anstatt Gewerbegebiet an der B 464
von Team 2020 am 03 Feb. 2018 23:21
Da haben die Spitzen seines Wahlkampfteams Mr. Kommunal-Markus-Falk und Christiane-Anna Hayek nicht nur die Wähler, sondern auch den FDP-Bürgermeisterkandidaten Florian Glock ziemlich "gelinkt". (Sie wissen ja!)

Die Geschichten wie die von "Interkommunalen Gewerbegebieten", die Glock mit den Nachbargemeinden managen wird, stammen vielleicht aus anderen Prospekten aus anderen Gemeinden und sind von dort einfach übernommen. Mit der Situation hier am Ort hat der Wortschwall aber auch nichts zu tun.

Lieber, armer Florian, wo nichts ist, läuft auch nichts an!

Zum Friedhof
von traxl am 31 Jan. 2018 10:02
Vor der Bürgermeisterwahl hat der Sechzehnender Merz noch mal so richtig seine Muskeln spielen lassen. Vor zwei Jahren hat er die Hölzertalstraße (L 1189) vom Land als Ortsstraße in seine Obhut übernommen. Er muss sie bis zur Fertigstellung der Osttangente für den Bus- und PKW-Verkehr erhalten. Eine Ausbesserung der vielen Schadstellen hat er im vergangenen Jahr bewusst unterlassen. Um seinen Magstadter Straßenschließern zu imponieren, schlug er vor der Wahl in der Sache gleich zweimal zu. An der Kirchhofmauer und am Neuen Schulhaus ließ er die Wegzeiger nach Stuttgart durchkreuzen, damit ein Fremder die Straße meidet. Für die Einheimischen, die auch im nächsten Winter wieder durch das Hölzertal fahren werden, ließ er mit 140 rot-weißen Warnbaken auf der Straße einen Hindernisparcours anlegen. Slalomfahren ist angesagt. Bürgermeister Glock soll im Frühjahr die Schäden ausbessern. Ihm hat Merz auch vieles andere überlassen. In seiner zweiten Amtszeit hat er nicht mehr viel fertig gebracht, desto mehr Pläne geschmiedet und beschließen lassen. Glock wird gut beraten sein, wenn er die meisten nochmals auf den Prüfstand stellt, auf Sinn und Kosten prüft.

Über die Hölzertalstraße hat Merz ganz im Sinne seines Ziehvaters Maier aus Renningen dessen oft beschworene "Lufthoheit" just in dem Augenblick übernommen, in dem im Universitäts-Campus Pfaffenwald eine Milliarde Euro investiert wird und bald in den Stuttgarter Stadtteil Büsnau die Straßenbahn fährt. Da müssten in Magstadt die Sektkorken knallen angesichts einer so lukrativen Nachbarschaft. Für das Schlusslicht im Kreis, was Steueraufkommen pro Kopf der Bevölkerung angeht, und das die höchste Privatverschuldung seiner Bürger hat, besteht erheblicher Aufholbedarf. Aus einer Topgemeinde hat Merz das Aschenputtel im Kreis gemacht. Ein paar Hundert gut betuchte Stuttgarter täten dem Ort gut. Auf 50 Hektar verwildernden Wochenendgebieten und schönen Südhängen ließe sich für sie und die Magstadter etwas tun!

Ein starrköpfiger Teil der Letzteren ist aber so vernagelt und kämpft für die Schließung der Hölzertalstraße. Für sie hat sich Bürgermeister Merz vor seinem Abgang noch mal etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Nachdem ihm das Straßenbauamt wohl klar gemacht hat, dass er die Hölzertalstraße nach dem Stand der Dinge nicht schließen darf, hat er das Verkehrsschild an der Kirchhofmauer für diese einfach abmontieren lassen. Ein Jahrhundert lang stand auf dem gelben Wegzeiger STUTTGART 19 km. Jetzt steht nur noch FRIEDHOF auf einem weißen Schild.

Besser lässt sich Einheimischen und Passanten nicht demonstrieren, wo die Gemeinde unter Merz hingekommen ist.

Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes
von Team 2020 am 28 Jan. 2018 23:07
Der Bund stellt Mittel zu Finanzierung des Lärmschutzes an Schienenwegen zur Verfügung. Der Bedarf für Lärmschutz ist groß, die Mittel knapp. In Korntal hat eine Präsentation der DB Netz AG zu diesem Thema stattgefunden. Trotz Lärmschutz an der Bahnstrecke in Magstadt, ist dieser lückenhaft, da Wohneinheiten in Gewerbegebieten gebaut wurden, der Lärmschutz an der Bahnstrecke aber für ein Gewerbegebiet ausgelegt ist. Geschützt sind auch nur Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe des Schienenwegs. Etwas entfernt liegende Wohneinheiten sind durch freie Flächen zum Schienenweg weiterhin ungeschützt.

Die Präsentation zu diesem Thema ist unter dem nachstehenden Link zu finden.

Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes
http://www.korntal-muenchingen.de/site/Korntal-Muenchingen/get/params_E-492128556/14770660/PP_BIV_Korntal_2017-11-27.pdf

Wie man mit Daten die Luft verbessert
von Team 2020 am 22 Jan. 2018 14:35
Beim Feinstaub-Hackathon haben am Samstag mehr als vierzig Teilnehmer Ideen gesammelt, um Feinstaub zu messen – und zu vermeiden. Besonders interessant: die Big-Data-Analyse zur Genauigkeit der Bürgersensoren.

Es ist schon unglaublich, was das alles für eine Dynamik entwickelt hat“, sagt Jan Lutz, als sich am Samstagvormittag gerade die Teilnehmer des Fein­staub-Hackathons in der Merz-Akademie vorstellen. Lutz leitet das Stuttgarter OK Lab. Die Gruppe hat ein günstiges Feinstaubmessgerät entwickelt, das sich mittlerweile mehr als 500 Menschen in der Region Stuttgart und viele Hundert mehr weltweit an die Hauswand gehängt haben. Sie alle erzeugen Daten, mit denen man weiterarbeiten kann – wie, das zeigt unter anderem der Hackathon, bei dem Lutz so ins Schwärmen gerät.

Dort soll es neben Feinstaub um das neue Projekt des OK Lab gehen: günstige Messgeräte für Stickoxid. Ja, diese Bewegung entwickelt weiterhin eine erstaunliche Dynamik.

HomePage Wie man mit Daten die Luft verbessert
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.feinstaub-hackathon-in-stuttgart-wie-man-mit-daten-die-luft

Bürgermeisterwahl 2017/2018 in Magstadt - Wahlanalyse
von magMa am 19 Jan. 2018 17:38
Die Gemeinde Magstadt ist ein extraordinäres Gemeinwesen. Bürgermeister Merz hat es geschafft, dass der Ort in seiner 16-jährigen Amtszeit von der Nachbarkommune Renningen zu deren Nutzen überplant wurde. Während in derselben Zeit die umliegenden Gemeinden ganz offenkundig stark expandierten, wollte Merz Magstadt schrumpfen lassen, von 9000 Einwohnern herunter auf 8700. Dieses Ziel war dem allgemeinen Trend entgegengesetzt, und Merz hat es nicht erreicht. Magstadt hat heute 9600 Einwohner. Seine unsinnigen Forderungen "Magstadt darf keine Gewerbegemeinde werden" und "Magstadt soll seinen dörflichen Charakter bewahren" hat er weitgehend durchgesetzt. Er hat sich einen Nachfolger gewünscht, der seine Misswirtschaft deckt und seinen Weg fortsetzen wird.

Den Magstadter Vereins- und Sozialkomplex beherrscht Merz völlig. Dazu wurde ein Wahlkampfteam für den jungen Florian Glock angeworben. Bürgermeister Merz brachte seinen Informationsvorsprung gegenüber Gemeinderat und Bürgern ein. Es ist darum erstaunlich, dass der FDP-Bundestagskandidat Glock nicht wie erwartet gleich im ersten Wahlgang gesiegt hat. Viele Magstadter nehmen ihm nicht ab, dass er im Fall eines möglichen Nachrückens in den Bundestag Bürgermeister in Magstadt bleiben will. In Berlin würde er das Doppelte verdienen wie als Bürgermeister und könnte seine Tätigkeit aufs Klatschen beschränken.

Der blass wirkende Fremdling stützte sich vornehmlich auf ein versiertes Wahlkampfteam. Solche preisen sich heute als "Bürgermeistermacher mit fast 100prozentiger Erfolgsgarantie" allerorten an. Sie haben ganz bewusst das gratis an jeden Haushalt gelieferte Nußbaum-Blatt aus Weil der Stadt mit Erfolg in ihrem Wahlkampf eingesetzt. Trotzdem passierten Glock nach gewonnenem 2. Wahlgang einige Schnitzer. So ließ er die angereisten Nachbarbürgermeister und den Landrat eine halbe Stunde auf auf die Gratulationstour warten. Angeblich musste er vorher noch von seinen Helfern beraten werden. Von einer Entschuldigung für die Verspätung war keine Rede.

Auch die anwesenden Bürger wurden enttäuscht. Sie hatten die im Wahlkampf herumspukende Freundin des Siegers erwartet, ein Familienmitglied oder Freunde von zuhause. Aber Glock hatte nur einen unbekannten stattlichen Mann und eine hübsche Studentin an seiner Seite. Sie klatschten ihm und sich selber kräftig zu und empfahlen sich damit für kommende Bürgermeisterwahlen weiter. In seinem kurzen Statement vergaß Glock dann auch noch, seinen Helfern und Wählern zu danken.

Der Landrat und die anwesenden Bürgermeister wurden Zeugen einer Wahlveranstaltung nach amerikanischem Muster. Ihre Kosten dürften sich auf mindestens 30 000 Euro belaufen. Kann ein tüchtiger Hauptamtsleiter aus einem Rathaus - unter den neun Kandidaten befand sich leider keiner - unter solchen Umständen zu einer Bürgermeisterwahl überhaupt noch antreten?

Im Ort kursiert das Gerücht, die FDP sei hier eingesprungen. Das ist wenig wahrscheinlich. In einem ziemlich heruntergekommenen Flecken kann sie mit ihrem Kandidaten nicht viel Reklame machen, vor allem dann nicht, wenn ihr Kandidat von der falschen Partei bejubelt wird.

RE: Bürgermeisterwahl 2017/2018 in Magstadt - Wahlanalyse
von Pausanias am 19 Jan. 2018 18:21
Dass Glock zur Wahlparty zu spät kam, könnte auch daran gelegen haben, dass er - laut gut informierten Kreisen - am Vorabend mit der Jugendfeuerwehr in der Nacht lästerlich gesoffen haben soll und danach sternhagelvoll war. Tatsächlich sieht er auf den Fotos ja auch etwas zerknittert und unfit aus
.
Die "hübsche Studentin" ist übrigens Christina Hajek - Mitglied im Kreisvorstand der Linken in Wiesbaden. Hier der Link dazu (erste Reihe, zweite von links. Wer‘s nicht glaubt: Titelbild des aktuellen Nussbaum-Blatts angucken!):

www.dielinke-wiesbaden.de/55077/sprecherinnenrat/

Schon eine seltsame Konstellation.......

Geändert von Pausanias am 20.Jan.2018 2:08

Ein Lob für die Fußballabteilung des SVM
von Till am 13 Jan. 2018 10:44
Im laufenden Bürgermeisterwahlkampf hat der amtierende Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz vor allem den Bürgermeisterverein "Lebens-Wertes Magstadt" dazu missbraucht, den früheren FDP-Bundestagskandidaten Florian Glock als allein selig machende Lösung für Magstadt zu präsentieren. Angeblich hat Glock neben seinem Studium der Politologie auch "Bürgermeister gelernt".

Er verbreitet in seinen Wahlprospekten den üblichen Politikerjargon mit tollen Worthülsen und hat von den Gegebenheiten im Ort wenig Ahnung. Vollends gar keine davon, woher das Geld kommen soll, um das von Merz seinen Nachfolgern hinterlassene Dilemma einer am Topf des Landes hängenden, früher einmal gut situierten Gemeinde kurzfristig zu überwinden. Es geht da um etwa 40 Millionen Euro. Eine Prioritätenliste, wie das zeitlich bewältigt werden soll, ist nie aufgestellt worden.

Bürgermeister Merz hat sich in seinen 16 Jahren Amtszeit hauptsächlich als Straßenkämpfer im Tross des Landrats Bernhard Maier aus Renningen betätigt. Dessen Nachfolger ist er trotzdem nicht geworden. Das geht ihm auch heute noch nach.

Mit seinem "Magstadter Verkehrskonzept" aus Renningen geriet er schließlich in schweres Fahrwasser und hat dann 2007 den Verein "Lebens-Wertes Magstadt" gründen lassen. Schon nach wenigen Tagen musste dessen Vorsitzender gehen, weil er "nicht den richtigen Stallgeruch hatte". Den hatte dann der ehemalige Polizeibeamter Dieter Beuter. Er tanzt auf vielen Hochzeiten. Sein Hauptanliegen aber ist es, im Magstadter Innenort merzkonform Straßensperren zu errichten und außerhalb des Orts Straßen zu schließen.

Der „Bürgermeisterverein“ wurde darum erst nach einer Probezeit in die Arbeitsgemeinschaft örtlicher Vereine aufgenommen. Etliche Vereinsvorstände hatten erkannt, dass deren Vereinsstatut nicht eingehalten wurde. Ähnlich wie im Statut des Magstadter Sportvereins steht da im §3 Ziffer 1: "Die Gemeinde ist beratendes Mitglied ohne Sitz und Stimme. Politische Parteien und ihre Nebenorganisationen sind ausgeschlossen. Alle Mitglieder verpflichten sich zu politischer Neutralität." Von der war offensichtlich weder beim Sportvereinsvorstand Scheel noch beim Vorstand der Lebens-Werten Dieter Beuter die Rede. Der 1.Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft örtlicher Vereine Peter Haug wäre verpflichtet gewesen, die Herren SOS Scheel und Dieter Beuter auf ihr unzulässiges Tun aufmerksam zu machen. Die CDU-Vorsitzende Anne-Susan Nakonz "warf den Vorständen mancher Vereine vor, ihre Neutralitätspflicht zu verletzen und für Glock zu werben." (Böblinger Bote vom 12.01.2018)

Der Fußballabteilung des SV Magstadt sei Dank. Sie hat das Unheil mit dem SOS Scheel kommen sehen und im Magstadter Mitteilungsblatt vom 14. Dezember in der Rubrik Sportverein Magstadt 1897 e.V. wissen lassen: "Wir sind neutral! Aus diesem Grund geben wir keine Wahlempfehlung und keine Ratschläge, welche Kandidatinnen und Kandidaten für Magstadt von Vorteil wären."

RE: Ein Lob für die Fußballabteilung des SVM
von -Siegrid- am 17 Jan. 2018 17:08
diesen Eintrag lese ich ja erst heute....... auf jeden Fall einer der lustigsten Beiträge der letzten Wochen...... über Helden, Märtyrer und Geächtete ...... ein Magstadter Märchen..... ach ja die Hellseher der Fußballabteilung nicht zu vergessen...... mystisches kommt als Bonus noch zum Schluß..... toll einfach atemberaubend geschrieben.

CDU Magstadt hinterfragen
von -Siegrid- am 17 Jan. 2018 16:37
nach einer erneuten schmetternden Niederlage, nach dem Debakel der letzten Gemeinderatswahl und dem sang und klanglosen Ausscheiden der CDU Kandidatin im Bürgermeisterwahlkampf, muss man dringend nach Neuerungen in der CDU Aussicht halten. Alle CDU Urgesteine haben erneut eine komplett falsche Wahlkampfstrategie gewählt und sind dadurch mit Pauken und Trompeten an der Wand zerschellt. Der Wähler folgt nicht dem lautesten Schreihals, sondern den besten Ideen. Hier sind nicht die Wähler daran schuld, sondern die Verantwortlichen und ach so tolle Sprachrohre der Partei. Hier muss hinterfragt und neu ausgerichtet werden,sonst ist der Gemeinderat bald CDU befreit.

Helmut Kohl und das Leerrohr sind schuld
von Max9 am 17 Jan. 2018 12:53
In der Ausgabe vom 5. Januar 2018 ist ein aufschlussreicher Beitrag zum Kommunikationsnetz (telefonieren, DSL …) erschienen.

Leider sind nur die ersten Zeilen dieses sehr langen und informativen Beitrags im Internet ohne Abo zugänglich.

Aber schon die Überschrift und der Anfang des Beitrags sagen viel aus. Es wird auch sichtbar, wie leistungsfähig die Politik ist und wie Fehlentscheidungen Milliarden kosten und eine ganze Volkswirtschaft international im Wettbewerb zurückfallen lassen können.

Leider ist das nicht nur bei der Digitalisierung so.

Geändert von Max9 am 18.Jan.2018 11:28

HomePage Helmut Kohl und das Leerrohr sind schuld
http://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/verpatzter-glasfaserausbau-http:/www.wiwo.de/my/politik/deutschland/verpatzter-glasfaserausbau-helmut-kohl-und-das-leerrohr-sind-schuld/20811084.htmlhelmut-kohl-und-das-leerrohr-sind-schuld/20811084.html?ticket=ST-2758473-2weyOcjbVRFF59T6zGmp-ap1

Ohje!!
von Pausanias am 14 Jan. 2018 19:00
Na prima! Jetzt darf sich ein phrasendreschendes FDP-Jüngelchen als Schultes von Magstadt versuchen. Jetz isch Heu honta ond guat Nacht om Sechse! Obwohl ich diese demokratische Entscheidung natürlich akzeptiere bzw. akzeptieren muss, kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen: „Vox populi, vox Rindvieh.“ Und: Von denjenigen, die Floskel-Florian aller Warnungen zum Trotz ihre Stimme gegeben haben, möchte ich keinerlei Gemaule hören, wenn seine Amtsführung nicht ihren Erwartungen entspricht (was höchstwahrscheinlich geschehen wird) oder wenn der Karrierist vorzeitig die Fliege bzw. den Lindner macht, weil andernorts ein lukrativeres Pöstchen winkt (was hoffentlich geschehen wird).

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag und viel Spaß beim Tatort (der einzige Lichtblick an diesem Sch…-tag).

RE: Ohje!!
von Felix am 15 Jan. 2018 12:34
"Vox populi, vox Rindvieh"Zu diesem Ausspruch gibt es einige nachdenkenswerte Meinungen in Google

HomePage Vox populi, vox Rindvieh
https://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/ostrach/Vox-Populi-Vox-Rindvieh;art372569,8175174

RE: Ohje!!
von ms-MeLe am 15 Jan. 2018 14:45
Fama crescit eundo

RE: Ohje!!
von Pausanias am 15 Jan. 2018 16:03
Non est fama, autem veritas amara!

RE: Ohje!!
von Steffen Koch am 16 Jan. 2018 19:46
Ohje und ich kann nur Asterix und Obelix Latein ;-)

Sehen wir es positiv, in Magstadt sind endlich die Würfel gefallen (alea iacta est ....oder so) und Herr Glock wird hoffentlich seine Wahlversprechen ernsthaft angehen. Ich wünsche ihm, dass ihm der Gemeinderat, trotz der heftigen Gräben im Wahlkampf, eine faiere Chance gibt und Herr Glock, der Gemeinderat und die Magstadter an der Moderniesierung des Orts arbeiten. Sollte Herr Glock uns alle überraschen und einen tollen Job machen, dann hätten wir alle gewonnen. Meine Zweifel sind ja hinlänglich bekannt, ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Ungeachtet dessen scharre ich natürlich weiterhin mit den Hufen und bin vor allem gespannt, ob er denn nun wirklich aus der FDP austreten wird. Im Poltiker-Jargon war diese Ankündigung vermutlich nur so gemeint, dass er in Rheinland-Pfalz austritt, damit er in Baden-Württemberg eintreten kann. Mei Wahnsinn, ich lerne allmählich Latein und Poltiker-"Sprech" ;-)

Demnächst auch NO2-Messungen selbst möglich
von Max9 am 16 Jan. 2018 15:24
OK-Lab wird demnächst so weit sein, dass auch NO2-Messgeräte anhängt werden können, die dann sogar kontinuierlich messen. Der Hersteller des Messgeräts hatte mit einem Lieferanten Qualitätsprobleme, welche inzwischen behoben sind.

Wie die Messgeräte für Feinstaub funktionieren, kann unter dem Link unten abgerufen werden. Die Webseite stellt den Informationsstand vom August 2016 dar.

HomePage Feinstaub selbst messen
http://www.buergerforum-magstadt.de/Infos72.html

Neuanfang oder "Weiter so"?
von Gertrud am 15 Jan. 2018 11:53
Hier hat Frau Vorreiter und Gemeinderätin in Magstadt mit ihrem Leserbrief in der SZBZ recht, wenn sie feststellt, dass neue Planungen in der heutigen Zeit viele Jahre brauchen, bis sie tatsächlich umgesetzt werden.

Die vorhandene und ausführungsreife Planung von Ex-Bürgermeister Benzinger für die Verkehrsgestaltung wurde mit Amtsantritt von Bürgermeister Merz vor 16 Jahren total über den Haufen geworfen. Gleiches konnte beim Bau der B 464 beobachtet werden. Frau Vorreiter war an allen Entscheidungen mit ihrer Fraktion beteiligt. Jetzt Klage über die schleppende Umsetzung zu führen und damit zu argumentieren vorhandene Planungen weitergeführt, erstaunt doch sehr. Uneinsichtig ist es zu verlangen mangelhafte Planung umzusetzen, wenn bessere Lösungen zur Verfügung stehen.

Eine neue Hoffnung
von Muellermick am 14 Jan. 2018 18:58
Endlich ist es entschieden.

Glückwunsch an Frau Holzwarth und Herrn Glock für den fair geführten Wahlkampf. Schade dass sich viele unqualifiziert zu Wort gemeldet haben, hier und an anderen Stellen...

Ich wünsche Herrn Glock einen guten Start und hoffe, dass die Mitglieder hier im Forum das gleiche tun. Die (leider wenigen) Wählerinnen und Wähler haben entschieden, und ich freue mich auf die Veränderungen die das bringen wird.

Ein Lob für die Fußballabteilung des SVM
von Till am 13 Jan. 2018 10:44
Im laufenden Bürgermeisterwahlkampf hat der amtierende Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz vor allem den Bürgermeisterverein "Lebens-Wertes Magstadt" dazu missbraucht, den früheren FDP-Bundestagskandidaten Florian Glock als allein selig machende Lösung für Magstadt zu präsentieren. Angeblich hat Glock neben seinem Studium der Politologie auch "Bürgermeister gelernt".

Er verbreitet in seinen Wahlprospekten den üblichen Politikerjargon mit tollen Worthülsen und hat von den Gegebenheiten im Ort wenig Ahnung. Vollends gar keine davon, woher das Geld kommen soll, um das von Merz seinen Nachfolgern hinterlassene Dilemma einer am Topf des Landes hängenden, früher einmal gut situierten Gemeinde kurzfristig zu überwinden. Es geht da um etwa 40 Millionen Euro. Eine Prioritätenliste, wie das zeitlich bewältigt werden soll, ist nie aufgestellt worden.

Bürgermeister Merz hat sich in seinen 16 Jahren Amtszeit hauptsächlich als Straßenkämpfer im Tross des Landrats Bernhard Maier aus Renningen betätigt. Dessen Nachfolger ist er trotzdem nicht geworden. Das geht ihm auch heute noch nach.

Mit seinem "Magstadter Verkehrskonzept" aus Renningen geriet er schließlich in schweres Fahrwasser und hat dann 2007 den Verein "Lebens-Wertes Magstadt" gründen lassen. Schon nach wenigen Tagen musste dessen Vorsitzender gehen, weil er "nicht den richtigen Stallgeruch hatte". Den hatte dann der ehemalige Polizeibeamter Dieter Beuter. Er tanzt auf vielen Hochzeiten. Sein Hauptanliegen aber ist es, im Magstadter Innenort merzkonform Straßensperren zu errichten und außerhalb des Orts Straßen zu schließen.

Der „Bürgermeisterverein“ wurde darum erst nach einer Probezeit in die Arbeitsgemeinschaft örtlicher Vereine aufgenommen. Etliche Vereinsvorstände hatten erkannt, dass deren Vereinsstatut nicht eingehalten wurde. Ähnlich wie im Statut des Magstadter Sportvereins steht da im §3 Ziffer 1: "Die Gemeinde ist beratendes Mitglied ohne Sitz und Stimme. Politische Parteien und ihre Nebenorganisationen sind ausgeschlossen. Alle Mitglieder verpflichten sich zu politischer Neutralität." Von der war offensichtlich weder beim Sportvereinsvorstand Scheel noch beim Vorstand der Lebens-Werten Dieter Beuter die Rede. Der 1.Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft örtlicher Vereine Peter Haug wäre verpflichtet gewesen, die Herren SOS Scheel und Dieter Beuter auf ihr unzulässiges Tun aufmerksam zu machen. Die CDU-Vorsitzende Anne-Susan Nakonz "warf den Vorständen mancher Vereine vor, ihre Neutralitätspflicht zu verletzen und für Glock zu werben." (Böblinger Bote vom 12.01.2018)

Der Fußballabteilung des SV Magstadt sei Dank. Sie hat das Unheil mit dem SOS Scheel kommen sehen und im Magstadter Mitteilungsblatt vom 14. Dezember in der Rubrik Sportverein Magstadt 1897 e.V. wissen lassen: "Wir sind neutral! Aus diesem Grund geben wir keine Wahlempfehlung und keine Ratschläge, welche Kandidatinnen und Kandidaten für Magstadt von Vorteil wären."

Wie Magstadt befriedet werden könnte
von Wilfried Kress am 11 Jan. 2018 17:07
Eine frühere Gemeinderatskollegin (pardon, das ist unverändert meine Sicht der Dinge, zumal sie hier vielleicht doch eine Spur zu deutlich darauf hingewiesen hat, kein Mitglied des Gremiums zu sein) warf in diesem Forum die Frage auf, wie Magstadt zu befrieden sei und dass dies vermutlich erst gelingen werde, wenn der Sachverhalt Hölzertalstraße/Osttangente vollständig geklärt ist.

Die Bürgermeisterwahl ist sicher schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung, denn mit Frau Holzwarth oder Herrn Glock wird eine diesbezüglich unvorbelastete Person die Leitung auf dem Rathaus übernehmen. Damit wäre die wichtigste Personalie bereits geklärt. Bei jeder langwierigen Auseinandersetzung ist es immer die nächste Generation, die die Gräben zuzuschütten vermag. Wir, die wir am Tisch saßen und für unsere Positionen gerungen haben, können dies nicht. Wäre es der Sache also dienlich, wenn ich mich für den Gemeinderat nochmals zur Wahl stellen würde? Natürlich nicht, wer bei den Abstimmungen für und wider das Verkehrskonzept die Hand gehoben hat, ist heute selbst Teil des Problems und nicht der Lösung. Wer es also mit dem Zuschütten der Gräben ernst meint, der sollte im Gemeinderat Platz machen für den politischen und vor allen Dingen unvoreingenommenen Nachwuchs. Das fällt manchem sicher nicht leicht, aber um einen echten Neubeginn zum Wohle Magstadts zu ermöglichen, sehe ich keine andere Möglichkeit.

Denn wer am Sessel klebt, wird sich bezüglich des Sachverhalts Hölzertalstraße/Osttangente eine Menge Fragen gefallen lassen müssen. Wie zum Beispiel konnte sich der Gemeinderat bereits in der ersten Festhallen-Veranstaltung auf eine Fortführung der Planung mit zwei grundverschiedenen Szenarien (mit und ohne Hölzertalstraße) überhaupt nur einlassen? Dieses zögerliche und unentschlossene Handeln öffnete dem unaufrichtigen Taktieren, das darauf folgen sollte, Tür und Tor. Der eigentliche Sündenfall aber, der viel, viel schwerer wiegt, war die Ablehnung der RP-Vorschläge zu der Zeit, da Stefan Mappus noch Staatssekretär im Verkehrsministerium war. Das Land Baden-Württemberg, dem die Landesstraße im Hölzertal (L1189) ja immerhin gehörte, wollte diese gar nicht schließen, geschweige denn zurückbauen. Im Gegenteil, unter Mappus hat das Regierungspräsidium die weitreichendsten Angebote gemacht, die sich Magstadt nur wünschen konnte. Wir hätten damals beides haben können, die Osttangente und die Hölzertalstraße, die Südumfahrung sowieso, und das bei geringsten Kosten zu Lasten der Gemeindekasse. Auch meine Fraktion war bereit, diese Lösung mitzutragen. Jeder weitere Streit hätte bereits im Ansatz vermieden werden können. Die Vertreter des RP kamen nicht mit leeren Händen, sie hatten damals Magstadts Zukunft im Gepäck. Sie wurden unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt, denn dem Gemeinderat war an der formalen Hoheit über die Straßen im Ort (dafür hat er der Hölzertalstraße den Todesstoß versetzt) mehr gelegen als an einer praktischen Lösung der Verkehrsprobleme. Mit diesem bis heute unfassbaren Schritt verwandelte sich das sogenannte Verkehrskonzept endgültig zu jener Ideologie, die Magstadt so sehr geschadet hat.

Hinter dieser schlimmsten Fehlentscheidung der Ortsgeschichte seit hundert Jahren kommt sogar die selbstherrliche Missachtung des Bürgerentscheids nur auf Platz zwei im Register der gravierendsten politischen Sünden zu Lasten unserer Gemeinde. Zu verantworten hat indes beide der Gemeinderat selbst, nicht böse übergeordnete Mächte, die lediglich als Ausrede dafür herhalten mussten, warum man angeblich nicht anders konnte, als die Hölzertalstraße zu opfern. Wäre zu diesem Zeitpunkt noch immer ein Bürgerbegehren möglich gewesen, die Wähler hätten diesem schwachen Gremium gezeigt, was sie von solchen durchsichtigen Machenschaften halten, und mancher Angsthase hätte sich vermutlich gar nicht erst getraut, den Bürgerentscheid anzutasten.

Wohin uns das geführt hat, das sehen wir heute, zehn Jahre später. Der Verband Region Stuttgart hat sein Prestigeobjekt S-Bahn längst abgeschlossen (nur unser Bahnhof sieht natürlich noch immer katastrophal aus), das RP hat die Landesstraße L1189 verlegt und wäscht heute seine Hände in Unschuld (die Hintergründe für diesen ausschließlich politisch motivierten Sinneswandel aufzudecken, wäre eine echte Aufgabe). Magstadt dagegen steht mit einer total maroden Hölzertalstraße als Gemeindestraße da, die praktisch unbefahrbar ist, und wegen stümperhaftem Vorgehen im Planungsverfahren noch immer ohne Osttangente (als Gemeinde ein Normenkontrollverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof zu verlieren, muss man auch erst einmal hinbekommen). Auf sich allein gestellt, ohne die schützende Hand des alten Landrats über sich, hat der vorgeschobene Erfinder des Verkehrskonzepts dann nicht mehr viel hinbekommen. Beim Landratsamt, heißt es, sei Magstadt mittlerweile unten durch, und im Kreistag schaut man auf uns herab. Selbst die Bilanz der letzten zehn Jahre des "Durchregierens ohne hinderliche Opposition" ist leider alles andere als ein Ruhmesblatt.

Frau Holzwarth oder Herrn Glock wünsche ich von Herzen alles Gute und eine sichere Hand im Amt. Und für Magstadt würde es mich freuen, wenn statt nutznießerischen Gefolgsleuten wieder mehr gestandene Persönlichkeiten für jenes Gremium gefunden werden könnten, das über unser aller Geschick befindet. Denn jetzt heißt es tatsächlich zusammenstehen, nach vorne schauen und aus dem Scherbenhaufen, der da vor uns liegt, das Beste zu machen.

Wilfried Kress, Magstadt
11.01.2017

Zweiter Teil: Wie Magstadt befriedet werden könnte
von Wilfried Kress am 12 Jan. 2018 21:44
Wenn man die Lagerbildung, die heute alle beklagen, verstehen möchte, muss man in der Magstadter Geschichte bis an den Punkt zurückgehen, da sich eine politische Allianz außerhalb des Gemeinderats geformt hatte, der allerdings Gemeinderäte der unterschiedlichsten Fraktionen angehörten. Eine paradoxe Situation, fürwahr. Es war die alltägliche Verkehrsbelastung, die zur Gründung des "Bürgerverein Trasse 3a" führte, und dieser entpuppte sich als idealer Ort für nennen wir es mal den "Schulterschluss mit dem Wähler", um das böse Wort vom Stimmenfang nicht gebrauchen zu müssen. Hier kamen sich die Gemeinderäte der ansonsten im Wettbewerb stehenden Fraktionen näher, hier entstand das fraktionsübergreifende Wir-Gefühl, das bis heute fortlebt.

Es steht mir nicht an, die Verdienste des Vereins zu kritisieren, aber klar ist auch, dass die festgefahrenen Überzeugungen seiner Protagonisten im Gemeinderat nicht nur Gutes bewirkt haben. Die absurde Vorstellung zum Beispiel, dass die untragbare Verkehrssituation am Rathauseck den Bund zwingen würde, "unsere Umgehungsstraße" endlich fertigstellen zu müssen, war eine doppelte Fehleinschätzung. Keine andere Gemeinde hätte sich den Erhalt einer solch hinderlichen Engstelle in ihrem Entwicklungsplan als "wünschenswert" ausgewiesen. Keine andere Gemeinde hätte das Angebot des Landes, die Straße nach dem Abbruch des "Adlers" zu verbreitern, mir nichts, dir nichts abgelehnt. In jeder anderen Gemeinde wäre das "scharfe Eck" jetzt, da die B464 in Betrieb ist, längst entschärft. In Magstadt aber schneiden wir uns lieber genüsslich ins eigene Fleisch.

Dem scheidenden Bürgermeister muss man lassen, dass er die Bedeutung des B464-Vereins frühzeitig erkannt hat und es verstand, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen. Sein Verkehrskonzept wurde fortan in einem Atemzug mit der Bundesstraße genannt, obwohl beide nicht das Geringste miteinander zu tun hatten. Die Vereinsvorsitzende hat er durch verführerische Zugeständnisse auf seine Seite gebracht, sie ist ihm seit ihrem Frontenwechsel bis heute treu ergeben. Die Lagerbildung wurde ebenso geschickt wie perfide betrieben, fortan gab es die vermeintlich Guten, "die den Verkehr aus dem Ort heraushaben möchten", und die "bösen Gegner", denen man einfach gebetsmühlenartig das Gegenteil unterstellte. Primitiv, aber wirksam. Unter diesem großen Schirm konnten sich alle "Verkehrsgeplagten" zusammenfinden, auch Leute, die sich einst bewusst für ein Grundstück an einer Durchgangsstraße entschieden hatten. Plötzlich litten alle in Magstadt am Verkehr, der Kreis der Bedrückten wurde bis über die Neue Stuttgarter Straße hinaus ausgedehnt und die Hölzertalstraße zum Übel erklärt - darauf war die ganze Sache angelegt. Seither regiert der vom Rathaus gezielt geförderte Egoismus, bedeckt mit dem Mäntelchen des Allgemeinwohls. Dass dem nicht daran gelegen sein kann, Magstadt in einen dogmatisch motivierten Dornröschenschlaf zu versetzen, wird manchem wohl erst aufgehen, wenn wir dank einer gewerbe- und wachstumsfeindlichen Politik endgültig die Rote Laterne im Kreis übernommen haben und auch noch das letzte ehemalige "Bauern-Nest" an uns vorbeigezogen ist.

Seine politische Wiederauferstehung erlebte der Bürgerverein Trasse 3a in Gestalt des Lebenswerten Magstadt e.V., die Ziele, Methoden und Akteure blieben weitestgehend dieselben. Im Grunde läuft alles auf die bedingungslose Unterstützung für den Messias hinaus, weil man glauben machen möchte, dass nur der in der Lage ist, den Verkehr aus dem Ort zu bringen. Von der B464, die das großteils getan hat, redet erstaunlicherweise keiner mehr, Heilsversprechen muss man halt regelmäßig erneuern.

Für mich ist erfreulicherweise jetzt schon klar, dass weder Frau Holzwarth noch Herr Glock diese Politik der Ausgrenzung und Stigmatisierung weiterführen, sondern den Ausgleich suchen werden. Beide sind intelligent genug um zu wissen, dass für einen Ort wie Magstadt die Verkehrsfrage nicht alles ist, dass man sie nur dazu stilisiert hat. Als Totschlagargument missbraucht, hat sie großen Schaden angerichtet. Jetzt ist es an der Zeit, dass der gesunde Menschenverstand wieder das Ruder übernimmt und der Magstadter Verkehrsdogmatismus ad acta gelegt wird. Die B464 ist gebaut - Ihr müsst das Feuer nicht weiter schüren.

Wilfried Kress, Magstadt

Slalomfahren durchs Hölzertal
von Felix am 12 Jan. 2018 12:31
Die Gemeindestraße durchs Hölzertal ist in einem beklagenswerten Zustand. Zwar wollte Bürgermeister Merz bei der Übernahme der Straße nur das Notwendigste tun, aber selbst das ist nicht geschehen. Die Hölzertalstraße soll durch den fragwürdigen Bau einer Osttangente ersetzt werden. Umwege und kurvige und bucklige Gestaltung dieser Osttangente sind hierfür wenig geeignet.. Eine Verkehrswegegestaltung, die der heutigen Zeit geradezu unwürdig ist, zumal die Anlieger an der Hölzertalstraße weiterhin ordentlich bedient werden müssen.

Alle Argumente, dass die Witterung eine Ausbesserung der Straße verhindert, sind förmlich an langen Haaren herbeigezogen. Einmal bestehen die Schäden schon länger und die Witterung war in den vergangenen Wochen durchaus für Ausbesserungen geeignet. Ausreden über Ausreden, aber das sind die leidtragenden Bürger ja seit vielen Jahren gewohnt.

HomePage Slalomfahren durchs Hölzertal
http://www.buergerforum-magstadt.de/Infos79.html

Die Hoffnung stirbt zuletzt
von Max9 am 11 Jan. 2018 23:47
Der Flyer von Bürgermeisterkandidat Glock mit seinem Wahlprogramm ist schon beeindruckend. Es listet eine Reihe von Maßnahmen auf, welche aber mit Inhalten gefüllt werden müssen. Hier liegt zugleich auch die Krux. Vor der Realisierung steht der Gemeinderat, der sich in vielen Punkten um 180 Grad in seiner Meinung drehen müsste, um zu sach- und bedarfsgerechten Entscheidungen zu kommen. Auch müsste sich die Einnahmesituation im Gemeindehaushalt wesentlich verbessern. Augenblicklich ist die Gemeinde stark abhängig von Fördermaßnahmen des Landes, weil die eigene Finanzkraft nicht ausreicht.

Es ist an den letzten Gemeindeentwicklungsplan mit seinem Katalog von über 60 Maßnahmen zu erinnern. Umgesetzt wurde davon kaum etwas. Wenn schon während eines langen Konjunkturaufschwungs Maßnahmen nicht umgesetzt werden, wann dann? Hier zeigen sich deutlich strukturelle Mängel in der Magstadter Kommunalpolitik.

Wie die beschriebenen Verbesserungen realisiert werden sollen, dazu fehlen noch die detaillierten Inhalte. Auch in welcher Reihenfolge ist nicht ganz unwichtig. Was in 16 Jahren des noch amtierenden Amtsinhabers nicht realisiert wurde, ist für den Nachfolger kaum zeitnah zu stemmen, wie es notwendig wäre.

Viele Punkte könnten aber auch mit bescheidenen Finanzmitteln und ganz praktischen Maßnahmen bewältigt werden. Nachbargemeinden haben hier Magstadt manches voraus. Im Umland von Böblingen/Sindelfingen haben sich große Firmen angesiedelt. Arbeitsplätze sind entstanden, Steuereinnahmen sind gestiegen und beim Erweitern der Infrastruktur konnte diese auch auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Neid ist aber völlig unangebracht, den Magstadt hätte das auch erreichen können.

Wahl-O-Mat ;-)
von Steffen Koch am 06 Jan. 2018 12:39
Sehr geehrte Damen und Herren im Bürgerforum Magstadt,
ich darf ihnen nachträglich noch ein gutes neues Jahr wünschen und möchte dies mit dem Appell verbinden, sich doch noch einmal mit aller Sachlichkeit der Bürgermeisterwahl zu widmen. Nutzen sie diese Möglichkeit der Mitgestaltung, jede Stimme zählt! Die Fragen, die sich für die Zukunft Magstadts stellen, werden hier im Forum ja ausführlich diskutiert. Es gibt in ALLEN „Lagern“ gute Gedanken und Ansätze, die ein Gemeinderat und Bürgermeister eigentlich ernst nehmen und hinterfragen sollte. Wie ich bei meiner Rede in der Festhalle ja schon sagte, steckt genug Wissenspotential im Gemeinderat, in der Gemeindeverwaltung und auch hier im Forum. Da bedarf es, meiner Meinung nach, an der Rathausspitze eher den Moderator oder Dirigenten statt des Fachspezialisten.

Der erste Wahlgang hat leider zwei Personen an die vorderen Plätze gespült, die jeweils "nur" einen Verwaltungshintergrund oder eine scheinbare Verwaltung[BAD]sbildung genossen haben. Hier noch einmal einen Dank an die 16,1% der Wähler, die den Mut für offene Kommunikation, für Visionen, für Kreativität, für eine Erneuerung und Fortschritt hatten! Nun wird es leider mit Verwaltern weitergehen. Dennoch gilt es eine Entscheidung zu treffen und die Person zu wählen, die sich auch von Herzen für eine positive Entwicklung Magstadts einsetzt. Vielleicht kann ich ja später den/die Bürgermeister/-in mit Kreativität „anstecken“.

Wenn sie sich nun frei von irgendwelchem Lager-, Vereins- oder Parteidenken machen und sich ganz sachlich fragen, wer eine 9.600 Einwohner Gemeinde inkl. der Gemeindeverwaltung repräsentieren und leiten soll, dann stellen sie sich bitte diese Fragen:

- Wer hat mehr Berufserfahrung in der Verwaltung?

- Welche Motivation bzw. welche Gründe haben zu einer Kandidatur in Magstadt geführt? (Selbstbestätigung, Narzissmus, Leben[BAD]fgabe, Karrieresprungbrett, Geld, Leidensdruck durch das Erlebte in Magstadt, von Herzen Magstadter usw., einfach nur ein Job)

Wenn sie ehrlich zu sich selbst sind, dann liegt die Antwort schon ganz nahe. Als nächstes würde ich mir die Frage der Persönlichkeit stellen. Ein Unternehmen besetzt eine Mitarbeiterposition immer nach den fachlichen Qualifikationen und der zur Stellenbeschreibung passenden Persönlichkeit. Der klügste Kopf reicht nicht aus, wenn die Persönlichkeit nicht im Einklang mit seinen Aufgaben steht. Ein Bürgermeister als Repräsentant und Geschäftsführer einer Gemeinde sollte über eine starke Persönlichkeit verfügen, da sind wir uns hoffentlich einig, oder? Zudem sollten Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Verantwortungsbewusstsein Begriffe sein, die zu seinen Grundtugenden zählen. Insofern bitte ich sie einfach die Persönlichkeit der Kandidaten zu hinterfragen. Fachkompetenz haben ja scheinbar, zumindest in der Theorie, beide.

- Wer hat mehr Erfahrung bezüglich Verantwortung für seine Mitmenschen (Familie, Verein, Partei usw.) und diese Verantwortung auch schon tragen und gestalten müssen? (Insbesondere Familie)

- Wer hat in dem bisherigen Wahlkampf von vorne herein mit offenen Karten gespielt, so dass es kein G’schmäckle hat? (Fraktions- Parteizugehörigkeit, Förderer im Ort)

- Wer ist Magstadt emotional näher und muss den Menschen, gegenüber denen Verantwortung getragen werden muss, auch noch lange in die Augen schauen? (beachten sie bitte hierbei, wer hier Familie und Freunde am Ort hat und die auch noch in Jahren besuchen möchte)

Ich erwähne dies so explizit, weil die Magstadter in den letzten beiden Bürgermeistern das Heil für Magstadt in einem Orts fremden Menschen aus einer Verwaltungsposition gesucht haben. Ein hoffnungsloses Unterfangen und ein Irrglauben, der Magstadt, von einer der Top Gemeinden im Landkreis Böblingen, innerhalb von 32 Jahren zum Schlusslicht bezüglich Finanzen, Schönheit, Lebensqualität, Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsanbindung (ausgenommen S-Bahn) usw. gemacht hat. Das ist die Leistungsbilanz von Auswärtigen mit Verwaltungserfahrung!!!

Auch wenn sie es mir als üble Nachrede und schlechten Stil auslegen möchten, aber fragen sie mal direkt beim Rathaus oder dem Landkreis nach. Magstadt ist das Berlin Baden-Württembergs und dabei nicht einmal [BAD]y. Magstadt lebt zum einem großen Teil von Ausgleichzahlungen erfolgreicher Gemeinden! Leider wahr!!!

Zudem möchte ich dazu aufrufen, die Casanova-Diskussion zu beenden. Casanova hatte ja unter anderem auch viel Erfolg bei den Frauen, weil er über viel Erfahrung verfügen konnte. Sie sehen, der Vergleich mit Herrn Glock hinkt schon im Ansatz. Es wäre doch schön, wenn Herr Glock eine soziale Bindung in Magstadt hätte, das würde auch sein Engagement für Magstadt, fern der Heimat von Freunden und Bekannten, erklären. Ich persönlich würde mich nur ungern in ein anderes Bundesland begeben um „nur“ meiner Karriere nachzugehen. Ich hätte mich um eine Stelle in der Nähe meiner Familie und meiner Freunde beworben. Wenn ich Beides nicht hätte, ja dann, dann ist es egal wohin die Reise geht, es kann ja nur besser werden. Zum Glück habe ich hier in der Region genau dieses soziale Umfeld, von daher ist mir mein Heimatort auch so wichtig, so dass ich ihn einfach nicht wieder einem Menschen überlassen möchte, für den Magstadt womöglich nur ein Arbeitgeber ist.

Jetzt sind wir bei des Pudels Kern! Fürsorge, Verantwortung, Kompromisse und Interesse an den Meinungen und den Gefühlen meiner Mitmenschen, das sind u.a. die Eckpfeiler für ein soziales Leben in der Familie und mit Freunden. Ein Mensch, der dies weder pflegt, bzw. dieses scheinbar leicht aufgibt oder nicht hat, der macht mir mehr Sorgen als ein möglicher Schwiegersohn, der sein Herz nach Magstadt verschenkt! Also sollte Herr Glock in Magstadt verliebt sein, freuen wir uns für ihn, es wäre gut für die Gemeinde. Sollte dies nicht der Fall sein, dann denken sie über die Persönlichkeit nach, die fern der Heimat einen Job sucht! Nur einen Job!!!!

Lange Rede, kurzer Sinn, es geht um Magstadt, um unsere, um ihre Gemeinde. Wählen sie die Person, die es scheinbar ehrlich mit Magstadt meint und die mit dem Motiv angetreten ist, Magstadt positiv zu entwickeln. Es geht dabei schon lange nicht mehr um die unsägliche Hölzertalstraße, es geht um viel mehr und das wird nur die Person angehen, die auch noch in 20 Jahren hier lebt und ihnen in die Augen schauen möchte.

Machen sie sich frei von Lagerdenken und wählen die Person, die sich von Herzen für Magstadt einsetzen möchte und dabei auch noch Verwaltungserfahrung einbringt. Bei beiden Kandidaten fehlt mir das „Unternehmer-Gen“, das freie Denken, das Kreative, das Kommunikative, aber was soll’s, ich bin aus dem Rennen ;-) Entscheiden sie selbst! Wenn es Herr Glock wird, dann gehe ich mal davon aus, dass er spätestens nach 4 Jahren vorzeitig seine Koffer packt und nach Berlin oder in eine Oberbürgermeisterstelle zieht. Sie haben dann vielleicht früher noch einmal mit mir zutun als ihnen lieb sein könnte ;-)

Bewahren sie sich ihren Humor, hinterfragen sie die Motive der Kandidaten und gehen sie bitte wählen!

Mit den besten Grüßen
Steffen Koch

RE: Wahl-O-Mat ;-)
von -Michael M.- am 07 Jan. 2018 01:07
Hallo Herr Koch,
Vor 3 Wochen dachte ich noch schei..... das der Koch nicht weiter macht. Sehr interessanter Kandidat........ die letzten 2 Wochen inkl. den Äusserungen im Magstadter Mitteilungsblatt ..... glauben Sie wirklich dass jemand der einen modernen Freigeist und modernen Bürgermeister wie sie wählen wollte bzw. hat jetzt auf ihre "wunsch" Kandidatin die das komplette Gegenteil von ihnen verkörpert umschwenkt ???

Schade,damit haben sie sich mal selbstsicher und geradeheraus ins eigene Knie geschossen. Glaubwürdigkeit leider verspielt ..... und das leider meine ich völlig ernst! Sie hätten meine stimme wieder bekommen....aber ihrer wahl-0-mat Empfehlung...... tut mir leid da bin ich ja nicht der einzigste der das nicht ernst nehmen kann. So werde ich (wir ihre Wähler)bestimmt nicht nachkommen !

RE: Wahl-O-Mat ;-)
von Steffen Koch am 07 Jan. 2018 11:43
Hallo Herr Michal M.,
tut mir natürlich sehr leid, wenn ich Sie diesbezüglich enttäuscht habe und Sie dies womöglich als eine Art "Verkauf" meiner Lebensphilosophie und Einstellung sehen. Ich habe in der Tat schwer mit mir gerungen, ob ich mich diesbezüglich äußern sollte oder die beiden "Verwalter" das untereinander ausmachen lassen sollte. Als Jemand, der seine Meinung frei äußert und dem Magstadt am Herzen liegt, kann ich aber damit nicht hinterm Berg halten. Vor allem dann nicht, wenn ich meine Argumente aus dem Wahl-O-Mat zugrunde lege. Als ich leider registrieren musste, dass ich als Drittplatzierter, mit we[BAD] als die Hälfte der Stimmen des Erstplatzierten, keine Chance mehr hatte, habe ich mich entsprechend zurückgezogen. Die Kommentare, "da brauche ich eh nicht mehr wählen gehen" waren derer einfach zu viel. Magstadt soll, Magstadt muss wählen gehen! Es gilt immer noch eine Entscheidung zu treffen, auch wenn ich mit keinem der beiden Kandidaten wirklich glücklich bin!

Hätte Margit Holzwarth sich zurückgezogen, hätte ich als absoluter Gegenpol von Frau Holzwarth und Herrn Glock natürlich weitergekämpft. Frau Holzwarth dar dazu aber leider nicht bereit und die 2% mehr gaben ihr das Recht diese Position einzunehmen. Schlichtweg ein Fakt, dem man sich stellen muss. Gerade als Freigeist sehe ich mich in der Pflicht, mich nicht an unrealistischen Dingen und Egoismen zu krallen und beleidigt in der Ecke "jetzt erst recht" zu schreien. Ich kann mit Niederlagen sehr gut umgehen und mich dann aber wieder um die Sache kümmern und mich auf das Ziel konzentrieren. Es gibt eben keinen Kandidaten mehr, der meine Werte decken würde und eine realistische Chance hätte. Da muss ich doch logischerweise zwischen den beiden "Verwaltern" die Wahl treffen. Aber auch die sollte wohl überlegt sein, denn nur darum geht es. Nennen Sie es Kompromiss oder gerne auch Verrat an seinen Werten. Ich habe u.a. auch geschrieben, dass Margit Holzwarth und ich, bzgl. beruflichen Background und Persönlichkeit, in etwa so nahe sind wie Feuer und Wasser. Das zählt aus meiner Sicht nun aber nicht mehr, nun geht es ganz pragmatisch darum zu erörtern, wer mein oder Ihr Vertrauen bekommen sollte!? Warum man da immer fremden Menschen den Vorzug geben muss, ist mir dabei ein Rätsel?

Haben Sie sich denn meine Fragen aus dem Wahl-O-Mat ehrlich selbst beantwortet? Wie steht es mit ihrem Vertrauen in den Menschen, den Sie nun wählen sollten? Frei von Lagerdenken oder dem Empfinden, dass man das Gesicht nicht mag!? Ich bin auf Ihre ehrliche Antwort gespannt.

Wenn ich die Wahl zwischen einem Arzt oder Handwerker mit Berufs- und Lebenserfahrung oder einem Lehrling hätte, dann wähle ich die erfahrene Person. Wenn Sie gerne das Risiko eingehen, dann finde ich das sogar toll, denn auch die junge und frisch ausgebildete Person, kann eine höhere Qualität mit sich bringen. Immer vorausgesetzt die Persönlichkeit passt und die Person nimmt die Aufgabe entsprechend ernst.

Nun aber zurück zum Thema. Wie erwähnt, ich finde es schade, dass ich Ihre Interessen nicht mehr vertreten darf, ich würde mich aber dennoch freuen, wenn Sie sich die gestellten Fragen einmal vor Augen führen. Bitte ohne links, rechts, alter Bürgermeister, Fraktion, Vereins- oder sonst wie Denken, einfach nur die Vertrauensfragen in die Erfahrung und Persönlichkeit.

Dafür schon einmal vielen Dank! Der Umstand, dass Sie mir schreiben, gibt mir die Hoffnung, dass wir uns als Menschen mit guter Diskussionskultur doch nahe sind und ich Sie eines Tages eventuell doch noch einmal vertreten darf ;-)

Mit den besten Grüßen
Steffen Koch

P.S. Im Sinne eines Freigeist (Wikipedia Definition) halte ich nicht engstirnig an einem einmal eingeschlagenen Weg fest, ich nehme mir die Freiheit, mein Denken der neuen Situation gemäß anzupassen. Stures Lagerdenken ist mir fremd. Mit auch ein Grund, warum ich mich als Bürgermeister gesehen habe. Andere Meinungen sind mir willkommen, ich habe dann immer die Chance daraus zu lernen.

Freigeist laut Wikipedia:(eine Lehnübersetzung von franz. esprit libre[1]) ist eine im 18. Jahrhundert vor allem in der deutschsprachigen Literatur und Publizistik verbreitete Bezeichnung für Vertreter einer Haltung, nach der das Denken nicht von den traditionellen Sitten oder von den durch die offizielle Religion begründeten Moralnormen und Denkverboten beschränkt werden dürfe.

RE: Wahl-O-Mat ;-)
von Felix am 07 Jan. 2018 12:54
Das Leben ist kein Wunschkonzert auch diese Wahl nicht. Wie in der Politik üblich, sind Kompromisse an der Tagesordnung, wenn keine Mehrheit vorhanden ist. Der Wähler muss sich jetzt entscheiden, welcher Kandidat seinen Vorstellungen am nächsten kommt. Meistens ist das der kleinste Nenner, der überhaupt erreichbar ist.

Den Weg für andere Kandidaten freizumachen, um Interessen zu bündeln, ist völlig normal, aber eben nicht optimal.

Sich jetzt zu beschweren, ist wenig zielführend. Was jetzt geschieht, ist nichts weiter als eine Art Koalition der Wähler für eine Wahl, um Kräfte auf eine Person zu bündeln. Mit Verrat seiner eigenen Ziele hat das wenig zu tun.

RE: Wahl-O-Mat ;-)
von -Siegrid- am 11 Jan. 2018 10:25
Hallo Felix,
Also wenn man gestern von Frau Holzwarth gehört hat von wem Sie alles unterstützt wird inkl. dem Bauer (heutiger Agrarlandwirt) aus Renningen und sich wochenlang als parteilos anpreist, allerdings mit dem Parteilogo auf dem Werbeplakat, ist das doch sehr ....na komisch. Herrn Glock unterstellen er habe dubiose Unterstützer, wie einfallslos ist das denn. Eins kann man ganz klar sagen, er hat als EINZELPERSON ,ohne Gnade von 4 !! weiteren Kollegen, über 43 % Prozent erhalten! Also hatte er Ohne Schlammschlacht und durchgehenden Anfeindungen aus 2. Reihe sogar 1422 Unterstützer! So geht es eben auch, denn wir sind nicht der Wilde Westen in Amerika,wo die andere Seite so viel wie möglich in den Schmutz gezogen werden soll. Wir sind Magstadt und wollen einen Bürgermeister,der auf Stimmenfang keine anderen versucht zu verunglimpfen um auf der Zielgeraden fehlende Prozente zu erhaschen.

Eine Wahl die auf eigener Zielausrichtung angelegt ist, nicht auf Erniedrigung anderer.

Auch hier muss ich einem Vorschreiber wohl recht geben, Herr Koch als selbst ernannter "Freigeist" hatte wenigstens Visionen die glaubhaft vermittelt wurden......auch wenn er sich nun vor den Karren spannen lässt....schade er wäre wohl DIE beste Alternative gewesen, wo man von beiden Lagern hätte Stimmen bekommen können. So wie er lassen sich die pro Koch Freigeister aber nicht vor diesen komplett gegenteiligen Karren spannen. Bin gespannt welcher Dipl. Ing oder Dr. oder ehemaliger irgendwas oder sonstwas seine Ergüsse im Magstadter Mitteilungsblatt zum besten gibt.....aber ist ja parteilos gemeint ...ja klar....deshalb freue ich mich auf Sonntag und wünsche allen einen schönen Wahlsonntag.

RE: Wahl-O-Mat ;-)
von Steffen Koch am 11 Jan. 2018 19:15
Hallo Siegrid,
vielen Dank für die Blumen, ich hätte gleichfalls die besten Chancen bei mir, als direkten Gegenpol zu Herrn Glock und eigentlich auch zu Margit Holzwarth, gesehen. Dass ich mich nun für Margit Holzwarth ausspreche, hat nichts damit zu tun, dass sie mich vor ihren Karren spannt. Es ist für mich ganz einfach eine Abwägung der Frage der Motivation und der Berufs-Lebenserfahrung der beiden noch verbleibenden Kandidaten, ganz so wie ich es im Wahl-O-Mat beschrieben habe.
Drei ernsthafte Kandidaten, von denen sich zwei ihre Stimmen gegenseitig wegnehmen, waren einfach zu viel. Insofern musste einer dieser Kandidaten, für ein Kopf- an Kopf- Rennen, zurücktreten. Meine Hoffnung, dass Margit Holzwarth zu meinen Gunsten verzichtet, musste ich leider schnell begraben. Argumente wie we[BAD] Zeit im Wahlkampf, 100% Fraktions-Parteifrei, ohne Vereinszugehörigkeit und dennoch „nur“ 2,5% w e n i g e r Stimmen, habe ich als klares Votum für mich gewertet. Argumente die nicht zählen, wenn das Gegenüber diese 2,5% mehr Stimmen und damit den gebührenden Respekt der Position gegenüber auf seiner Seite hat und das als finales Argument bringt. Die Gründe von Margit, warum sie mich nicht unterstützen möchte, haben mich dabei in keinster Weise überzeugt, so dass ich erst einmal tief durchatmen musste. Aber egal, es geht nicht um meine Befindlichkeiten und ein dickes Fell sollte zum politischen Alltag gehören, sonst sollte man es lieber bleiben lassen. Ich bin kein nachtragender Mensch, mit mir kann man trefflich diskutieren und streiten, doch am nächsten Tag muss wieder das Ziel im Fokus stehen. Das wäre der Moderator in mir, den ich mir für Magstadt gewünscht habe. Den möglichen Provokationen des Gemeinderats hätte ich mich, mit der gebührenden Gelassenheit und Offenheit für deren Meinung, gestellt. Insofern habe ich mir ganz pragmatisch überlegt, gebe ich meinen persönlichen Interessen oder den Interessen für Magstadt den Vorzug?

Meine persönlichen Interessen sind dabei die, dass Herr Glock gewinnt und meiner Spekulation nach, nach 4 Jahren weiterzieht. Ich glaube mit keinem Gedanken daran, dass es ihm um Magstadt geht, ich glaube, es geht ihm schlichtweg nur darum, endlich einmal einen Job vorweisen zu können um dies als Sprungbrett für die weitere politische Karriere zu nutzen. Ein Politologe ist wissenschaftlich-theoretisch und nicht praktisch tätig und die sitzen ja bekanntlich gerne in Berlin, Brüssel und Straßburg und entscheiden über unser Leben. Warum wir Menschen immer noch wie Schafe dem Metzger hinterherlaufen, der uns nachher schlachtet, muss im Gen der Gutgläubigkeit liegen ;-) Bye the way, einer meiner Vorfahren war der Schäfer von Schafhausen!

Jedenfalls sehe ich Magstadt ungern als tragisches Fallbeispiel einer Doktorarbeit. Wie erwähnt, dies wären mein persönliches Interessen, denn dann würde ich in ein paar Jahren erneut kandidieren.

Da es aber um Magstadt geht, habe ich mich auf meine Grundmotivation für die Kandidatur besonnen. Für Magstadt, mit Magstadt etwas bewegen, es modern für die Zukunft neu gestalten! Dies hat mich dazu bewogen, mich doch noch für Margit stark zu machen. Auch wenn sie meine Philosophie und Gedanken nicht teilt, so sehe ich in ihr die Erfahrung und die Motivation, die der Stelle eines Bürgermeisters in Magstadt gebührt. Margit wird auch nicht die Macherin und die Unternehmerin mit Kreativität sein, dafür wird sie die Verwaltungs- und Finanzkompetenz einbringen, die sich viele Magstadter wünschen. Ich bin mir sicher, wenn sich viele Wähler frei von „die gefällt mir nicht“ oder „die mag ich nicht“ Gedanken machen und sachlich abwägen, dass Margit gewinnt.

Eine Schlammschlacht ist dabei in der Tat unwürdig und nicht schön. Man sollte aber auch vor lauter political correctness seine Bedenken nicht hinten anstellen und schweigen. Fragen und Bedenken müssen offen gestellt und geäußert werden. So sollte es doch durchaus auch zu denken geben, wenn die Kandidaten, die sich vorher gegenseitig bekämpft haben, sich nun einig sind, dass Margit Holzwarth, in der aktuellen Situation, die passende Bürgermeisterin wäre.

Zum Thema „dubiose Unterstützer“ möchte ich darauf hinweisen, dass Herr Glock scheibchenweise die Unterstützung der FDP präsentiert hat. Warum denn nicht von vorne herein? G’schmäckle No.1.

Und wie kommt es, dass ein Verein(Lebens-Wertes Magstadt, Herr Beuter) Briefe und Mails an seine Mitglieder mit einer ganz klaren Wahlempfehlung versendet und dabei schreibt, dass Herr Glock der Richtige sei. Wohlbemerkt, ich habe den Brief selbst gelesen, wobei kein Verantwortlicher des Vereins mit mir gesprochen hat. Wie bildet man sich denn dort seine Meinung, per Dekret? Dass dieser Verein Herrn Dr. Merz nahe steht, ist ein offenes Geheimnis.

Sehen Sie, so bekommt dieser Wahlkampf einfach das G’schmäckle No.2. Ein weiteres G’schmäckle bekommt er, wenn man hört, dass Herr Glock immer wieder Begleiter zu Terminen mitnimmt, die für ihn sprechen. Ich wüsste nicht, dass Frau Nakonz, Frau Garschke, Frau Holzwarth oder Herr Kindler nicht für sich selbst argumentieren könnten. Gestandene Persönlichkeiten tun das im Normafall. Wenn Magstadt aber immer noch glauben möchte, dass Jugend alleine eine Befähigung ist, na dann, viel Glück!

Apropo Jugend, mit 33 Jahren haben viele Kommilitonen/-innen von Herrn Glock, sicher schon ein paar Jahre Berufserfahrung und die Doktorarbeit in der Tasche. Magstadt mag als perfektes Beispiel für eine Fallstudie für Herrn Glock sein, für mich ist es mehr. Umso mehr wünsche ich, dass sich die Wähler die Argumente, die deren Meinung nach, für Herrn Glock sprechen, noch einmal genau überlegen.

@Siegrid, für andere Meinungen bin ich gerne offen. Sollten Sie mir glaubhaft erläutern können, wo die Motive von Herrn Glock, sich für Magstadt zu entscheiden, liegen, dann ändere ich gerne meine Meinung. Bezüglich Berufserfahrung hat Margit Holzwarth dann aber immer noch einige Jahre mehr Argumente auf ihrer Seite.

Mit den besten Grüßen
Steffen Koch

RE: Wahl-O-Mat ;-)
von Pausanias am 11 Jan. 2018 22:03
Lieber Steffen,
vielen Dank für Deine klaren Aussagen in punkto Glock. Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich habe in diesem Forum schon mehrfach in deutlichen Worten auf die Gefahren hingewiesen, die eine Wahl dieses Bürschles zum Schultes bergen (leicht nachzulesen, wenn man in die Suchfunktion meinen Nickname eingibt). Betonen möchte ich in diesem Zusammenhang nochmals, dass ein Studium der Politik weiß Gott keine automatische Befähigung zur Ausübung eines solchen Amtes bedeutet. Ich selbst habe einen Uni-Abschluss in Politik, mir wäre es danach aber im Leben nicht eingefallen, deshalb - wie Glock - groß zu tönen: "Ich habe Bürgermeister gelernt!" Welch eine Hybris!

Ich wünsche Margit Holzwarth auch, dass sie jetzt gewinnt und hoffe, dass sich möglichst viele Magstadter an der Wahl beteiligen!

Plädoyer für den Erhalt der Hölzertalstraße - Bürger für Magstadt (BfM) 2004 - 2009
von Dieter am 08 Jan. 2018 23:06
In der Wahlperiode 2004 - 2009 war die Fraktion der Bürger für Magstadt vor der CDU die stärkste Fraktion im Magstadter Gemeinderat. Beide Fraktionen haben zusammen mit den Grünen 2008 den Bürgerentscheid für die Offenhaltung der Direktverbindung nach Stuttgart gewonnen.

Bürgermeister Merz hat sich in seiner zweiten Amtszeit hauptsächlich damit beschäftigt, unsere nächste Verbindung nach Stuttgart zum Feldweg zurückzubauen. Er hat den Bürgerentscheid hintertrieben.

Die Fraktion "Bürger für Magstadt" ist aus Protest gegen dieses undemokratische Verhalten ebenso wie die Fraktion der Grünen zur Gemeinderatswahl 2009 nicht mehr angetreten.

Informationen dazu finden sich unter den Überschriften "Demokratie nach Magstadter Art" - "Vom Himmel gefallen" - "Verraten und verkauft"

HomePage Demokratie nach Magstadter Art (6,3 MB)
http://www.buergerforum-magstadt.de/Demo_Lei.pdf

RE: Plädoyer für den Erhalt der Hölzertalstraße
von Max am 09 Jan. 2018 11:29
Bürgermeister Merz hat die Hölzertalstraße zum Jahresende 2017 faktisch geschlossen. Auf den Wegzeigern am Neuen Schulhaus und an der Kirchenmauer ist der Hinweis ‘Stuttgart‘ durchgestrichen. Nur Ortskundige können also versuchen, sich über eine mit hunderten, wechselseitig aufgestellten, rotweißen Warnbaken ausgestattete Strecke bis zur A 8 hin durchzuwinden. Der Bürgermeister hat das im Alleingang ohne den Gemeinderat veranlasst.

Die Gemeinde Magstadt ist jedoch verpflichtet, die Hölzertalstraße bis zur Fertigstellung der Osttangente verkehrssicher offenzuhalten. Entsprechende Reparaturen hat Merz unterlassen und redet sich jetzt damit heraus, er habe seit dem Frühjahr keinen Unternehmer gefunden.

Es ist darum ein durchsichtiges Theater, wenn er beim Neujahrsempfang den Vorstand des Bürgermeistervereins Dieter Beuter dafür ehrt, dass dieser in Magstadt bei der Vernichtung des gut durchdachten historischen Straßennetzes seit 2007 sein treuer Gefolgsmann war. Er wurde auch als "Festgestalter" geehrt. In der Rolle des Ortshistorikers hatte Beuter es fertiggebracht, das 1997 erschienene Buch des Kreisarchivars Dr. Fritz Heimberger "800 Jahre Magstadt" so umzuschreiben, dass Merz schon 2009 "900 Jahre Magstadt" feiern konnte. Seit der Landrat diesen erstaunlichen Merzschen Zeitraffer etwas amüsiert auf die Schippe nahm, kann ihn der Schultes nicht mehr so richtig leiden. Nach drei Jahren harscher Kritik an seiner Amtsführung streute Merz auch in seiner letzten Neujahrsansprache ein paar kritische Bemerkungen ein, anstatt ihm ein "Gutes neues Jahr" zu wünschen.

Die großen Worte "Ehre, wem Ehre gebührt" müssen auch neuerdings wieder hinterfragt werden. So hat der Zeremonienmeister Beuter auch jetzt im Bürgermeisterwahlkampf die heikle Aufgabe, den Merz-Kandidaten Glock in den Vordergrund zu schieben und das gelegentlich mit unfairen Mitteln. Da hat doch das Dreigestirn Beuter, Scheel und Glock dem "Renninger"

Kandidaten Andreas Kindler unter anderem den verfehlten Vorwurf gemacht, er hätte längst den Lückenschluss an der B 464/B 295 bewerkstelligen sollen. Dabei ist der nicht einmal Gemeinderat in Renningen.

Wieviel ehrlicher wäre es gewesen, wenn Beuter die seit Wochen in Magstadt öfters gesichtete Renninger Gemeinderätin und frühere FDP-Landtagsabgeordnete Heiderose Berroth darauf angesprochen hätte. Hat er es doch fertiggebracht, sie mit dem kürzlichen Bundestags- und jetzigen Bürgermeisterkandidaten Florian Glock (FDP) in der evangelischen Kirche beim Adventskonzert publikumswirksam bekannt zu machen.

RE: Plädoyer für den Erhalt der Hölzertalstraße - Bürger für Magstadt (BfM) 2004 - 2009
von Wilfried Kress am 09 Jan. 2018 18:22
Das ist so nicht ganz richtig, denn bei der Gemeinderatswahl 2009 war der Bürgerentscheid ja noch rechtskräftig. Wir hatten damals keinen Grund, uns enttäuscht abzuwenden. Im Gegenteil, die Arbeit war getan und die Auseinandersetzung beendet. Da ja selbst ein damals noch sehr populärer SPD-Gemeinderat beim Beschluss zur Durchführung des Bürgerentscheids ausdrücklich dazu aufgefordert hat, dass sich alle Beteiligten dem Bürgervotum unterwerfen und dann ein für allemal Schluss mit dem Hin und Her zu sein hat, konnten wir uns nicht vorstellen, dass sich unser politischer Gegner nicht einmal an seine eigenen Vorsätze halten würde. Für den Fall der Fälle wäre damals noch ein Bürgerbegehren möglich gewesen, und außerdem hatten meine Frau und ich gerade eine zweite Firma gegründet und somit alle Hände voll zu tun. Wir konnten noch nicht ahnen, wohin das alles führt.

Edeka / Gabionenwand
von Theo H. am 08 Jan. 2018 13:49
Hallo,
weis jemand was da der aktuelle Stand ist? Die Baumaßnahme scheint ja in‘s stocken geraten zu sein.

RE: Bitte nicht auch noch den Schwiegersohn
von Dieter am 04 Jan. 2018 17:52
Ms-MeLe Du vermischt in Deinem Beitrag doch sehr viel.

Die Bezeichnung "Casanova" stammt aus der Umgebung des Kandidaten bei der Veranstaltung in der Festhalle vom Podium. Hier wurde offensichtlich die Flucht nach vorne angetreten, um die Schärfe aus der Diskussion zu nehmen.

Dass der besagte Kandidat die Politik von Merz weiterführen will, konnte den Medien entnommen werden. Also bitte!

Die Fragen waren doch von der Gruppe um den Kandidaten gut vorbereitet und gestellt. Da bedarf es keiner großen geistigen Klemmzüge dieses zu erkennen. Inhaltlich kam hier nicht viel rüber, es sollte einfach nur die Zeit herumgebracht werden. Das ist gerade noch gelungen.

Unterstützung muss offen und transparent geschehen. Bei den anderen Kandidaten war das der Fall.

Das Magstadt die Klage verloren hat, war eine klare Strategie. Denken Sie einmal etwas schärfer nach.

Opfern von Freizeit genügt heute nicht mehr. Vernünftige Ziele müssen erreicht und nicht nur ständig diskutiert und versprochen werden. Nicht umsonst haben Bund und Land die Selbstverwaltung der Gemeinden eingeschränkt. Ehrenamtlich sind nur vereinzelt Fachleute und auch deshalb leicht "demokratisch" überstimmbar. Das sogenannte demokratische Verständnis sagt nicht unbedingt etwas über die fachliche, sachliche und bedarfsgerechte Eignung von Projekten aus.

Die Hölzertalstraße ist der Beweis, wie die öffentliche Hand Investitionen verkommen lässt und dadurch Finanzmittel verschwendet werden. Auch die Bürger leiden durch mehr Zeitverbrauch und unnötige Kosten. Die Belastung durch den Verkehr für Anlieger verringert sich durch die Osttangente nach dem aktuellen Stand kaum mehr. Autofahrer fahren nicht gerne Umwege und vergeuden kostbare Zeit.

Ausgegrenzt wird hier niemand, aber die Sozialdusselei kann auch übertrieben werden. Dort wo die "Asylantenheime" jetzt stehen, sind diese auch nicht durch eine Lärmschutzwand geschützt. An einer S-Bahnhaltestelle wäre das theoretisch möglich, aber wenig realistisch, weil es verschiedene Interessenlagen gibt.

RE: Bitte nicht auch noch den Schwiegersohn
von ms-MeLe am 04 Jan. 2018 21:31Die CDU und die Bürger für Magstadt haben uns auch beide Straßen versprochen! Und? Wo waren die Unterstützer aus dem Landtag? Und warum kann ich nicht auf beiden Straßen fahren?
Mir ist sehr wohl bewusst, dass der Begriff Casanova von Herrn Glock selbst kreiert wurde. Mir geht es um die abfällige Verwendung.

Wie jemand die Politik weiter führen möchte ist Ansichtssache.

Und nur weil Herr Glock bei der Straßenpolitik gleicher Meinung ist, heißt es noch lange nicht, dass Herr Merz der Drahtzieher ist.

Jetzt werden Sie mir vermutlich wieder Naivität unterstellen!

Was meinen Sie mit Strategie? Sind Gerichte nicht unabhängig? Doch eine Verschwörung? Korruption?

Und schön, wie sie es immer wieder schaffen ihrem Gegenüber zu vermittlen, dass er nicht denken könnte. Sehr amüsant

Was heißt nur diskutieren, Sie tun hier doch nichts anderes.

Haben Sie heute schon das Gemeindeblatt gelesen, wenn das ein Mitglied (kein Gemeinderat) der SPD oder den Freien Wählern gemacht hätte, dann wäre hier jetzt die Hölle los. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.

RE: Bitte nicht auch noch den Schwiegersohn
von Wilfried Kress am 06 Jan. 2018 20:47
Wenn ich die gesammelten Beiträge von ms-MeLe hier richtig lese und deute, verbirgt sich hinter diesem Kürzel meiner Meinung nach ein langjähriges, weibliches Mitglied des Magstadter Gemeinderats, das hier nachträglich das eigene Handeln zu rechtfertigen sucht und neuerdings in diesem Forum nun auch noch anonym im Wahlkampf mitmischt.

Wenn es darum geht, wer den Magstadter Bürgern etwas vorgemacht hat, darf sich ms-MeLe gerne an die eigene Nase fassen. Wer hat denn die Magstadter jahrelang im Glauben gelassen, es gäbe den Planfall "3H20" mit offener Hölzertalstraße? Und wer sonst hat beständig versucht, diese Option dann hintenrum auf Eis zu legen, wenn nicht Freie Wähler und SPD?

Ich mag mich ja irren, aber wenn nicht, klaffen auch hier im anonymen Internet einmal mehr Amt und Würden weit auseinander. Und solange ms-MeLe an dieser Art der Legendenbildung festhält, solange sie hartnäckig den Eindruck zu vermitteln versucht, alles richtig gemacht zu haben, wird das mit dem Zuschütten der Gräben für den/die Nachfolger/in von Herrn Merz wirklich nicht einfach. Um Magstadt nach einem negierten Bürgerentscheid wieder ins Lot zu bringen, müssten auch ms-MeLe & Co zumindest einmal erste Anzeichen von Einsicht erkennen lassen, dass sie die Wahrheit nicht alleine gepachtet haben. Aber davon sind wir leider noch ein gutes Stück entfernt.

Wilfried Kress, Magstadt
Und das Schlimmste an der jetztigen Situation ist , dass weder Frau Holzwarth noch Herr Glock es schaffen werden die Gräben wieder zu zuschütten.
Armes Magstadt.

RE: Bitte nicht auch noch den Schwiegersohn
von ms-MeLe am 06 Jan. 2018 20:56
Hallo Herr Kress,
da liegen Sie falsch, ich war nie Mitglied des Gemeinderates und ich muss mir auch nichts vorwerfen.
Grüße

RE: Bitte nicht auch noch den Schwiegersohn
von Wilfried Kress am 06 Jan. 2018 22:01
Besten Dank für das erstaunlich schnelle Dementi. Es ehrt Sie, dass Sie die Dame in Schutz nehmen.

RE: Bitte nicht auch noch den Schwiegersohn
von ms-MeLe am 06 Jan. 2018 22:03
Hallo Herr Kress,

musste erstmal über Ihre Worte nachdenken. 

Sie haben Recht, so werden wir das Zuschütten der Gräben nicht erreichen. Und ja, es wurden sicher auf beiden Seiten Fehler gemacht. Schade nur, dass keiner die Größe hat, dies auch zu formulieren.

Es menschelt halt überall.

Doch wie können wir Magstadt befrieden?

Ich befürchte, dass dies erst gelingen wird, wenn der Sachverhalt der Osttangente und der Hölzertalstraße vollständig geklärt ist.

Es ist mir sehr wichtig nochmal zu sagen, dass ich kein Mitglied im Gemeinderat war und bin. Denn wir wollen ja hoffentlich kein neues Gerücht in die Welt setzten, davon gibt schon genug. Und ich persönlich habe auch noch keine Einmischung der SPD, der Freien Wählern, der Freien Liste, noch eines Gemeinderates wahrgenommen.

Die Mehrheit in diesem Forum agiert anonym und mischt im Wahlkampf mit. Und ehrlich gesagt, nicht immer wertschätzend.
Grüße MeLe

RE: Bitte nicht auch noch den Schwiegersohn
von Wilfried Kress am 07 Jan. 2018 11:18
Als wir vor 16 Jahren in die Kommunalpolitik hineingeraten sind, sagte uns gleich zu Beginn eine Gemeinderätin allen Ernstes direkt auf den Kopf zu: "Wenn Sie das Verkehrskonzept nicht gut finden, dann haben Sie es nicht verstanden."

Wir konnten kaum glauben, was wir da gehört hatten. Können Sie sich vorstellen, wie schwer es ist, mit jemandem in eine vernünftige Diskussion einzutreten, der so ein Brett vor dem Kopf hat? Wir sind dieser wenig selbstkritischen Einstellung danach wieder und wieder begegnet. Interesse an irgendeiner Form des Austausches? Rücksichtnahme zum Beispiel auf die Belange von betroffenen Unternehmen, wie das im grausigsten Bürokraten-Deutsch heißt? Vollständige Fehlanzeige. Wozu auch? Auch diese Gewerbetreibenden musste man der guten Sache wegen halt zu ihrem Glück zwingen.

In Magstadt regierte fortan eine radikale Durchsetzungsstrategie, nicht der Ausgleich der Interessen. Sogar mit der Lüge im Gepäck. Anträge zur Hölzertalstraße kamen im Gemeinderat nicht auf die Tagesordnung, weil dem angeblich das öffentliche Wohl entgegenstand. Als der Gemeinderat schließlich seinen Grundsatzbeschluss zur Hölzertalstraße fasste, wurde dieser nicht umgesetzt, sondern einfach weiter bekämpft. Exakt dieser Beschluss aber wurde zum Gegenstand des Bürgerentscheids und durch diesen bestätigt. Doch nicht einmal dieses Votum der Bürgerschaft konnte die Streiter für das Verkehrskonzept von ihrem "heiligen Vorhaben" abbringen. Und weil sie glaubten, besser zu wissen, was für uns einfache Wählerlein das Beste ist (siehe oben), fühlten sie sich damit auch noch im Recht. Dass sie es nie waren, macht die Sache so schwer und den Graben so tief.

Wohin uns diese Verkehrs-Dogmatik, der sich alles unterordnen musste, geführt hat, sieht man heute an allen Ecken und Enden: Das einstmals stolze Magstadt dümpelt nur noch vor sich hin, ist kein lebendiger Ort mehr.

Avanti Dilettanti - das sogenannte Verkehrskonzept mag ja einst einmal gut gemeint gewesen sein, aber Ihr habt es wahrlich verheerend umgesetzt.

Roter Rock für Gelben Glock
von Max am 04 Jan. 2018 16:27
In der Sindelfinger Zeitung vom 22. Dezember schreibt Daniel Rock in einem Leserbrief: "Ich hätte gerne passendere Kandidaten zur Wahl gehabt und jemand anders gewählt."Offensichtlich hat der Schreiber aus der Gartenstraße ein Problem damit, dass unter den Kandidaten keiner seiner Parteifreunde war. Mit dem seitherigen Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Merz waren seine Gesinnungsgenossen 16 Jahre lang ein Herz und eine Seele. Nicht immer ging es in seiner Amtszeit demokratisch zu. Die SPD-Fraktion und die ihr von Merz unterstellten Freien Wähler (FWV) haben den Bürgerentscheid zur Offenhaltung der Hölzertalstraße bekämpft und verloren. Zusammen mit Merz haben sie die Niederlage nicht akzeptiert und mit massiver Unterstützung von außen das Ergebnis annulliert.

Aber es gibt eine Stimme, die Daniel Rock "aus der Seele spricht" und den Florian eigentlich auch nicht wählen wollte. Jedoch Merz will es so. ms-MeLe will den Magstadtern zudem weismachen, dass in der Nachbarstadt die Renninger lieber ins Breuningerland zum Einkaufen gehen als in Renningen . Trotz vieler Gutachten im Gemeinderat ist zu dieser Stimme noch nicht vorgedrungen, dass ein beträchtlicher Teil der Magstadter Kaufkraft nach Renningen fließt. Schade, Herr Rock und ms-MeLe, dass kein Gesinnungsgenosse zur Wahl steht und Sie jetzt widerwillig einen mit dem falschen Stallgeruch von den Freidemokraten wählen müssen.

RE: Roter Rock für Gelben Glock
von ms-MeLe am 04 Jan. 2018 21:33
Es ist einfach schön, wie Ausführungen aus dem Zusammenhang gerissen werden!
Wenns Spaß macht!

Bitte nicht der Holzwurm
von FleissigeBiene am 04 Jan. 2018 11:11
Liebe Magstädterinnen und Magstädter,
Frau Holzwarth ist doch nicht wählbar.
Sie wirbt mit dem Slogan:
"Ehrlich, unabhängig, kompentent".
In der Vergangenheit hat sie weder einen ehrlichen Wahlkampf geführt noch unabhängig. Sie kandidiert schließlich für die "Freie Liste Magstadt" - das ist weder unabhängig noch ehrlich. Eine Finanzbeamtin, die das Geld für unsinnige Projekte raushauen möchte, ist für eine Kommune wie unsere der Todesstoß! Man kann doch nicht in Dinge investieren, die (leider) keine Zukunft haben aufgrund des demographischen Wandels. Kompetent sieht anders aus.

Denkt drüber nach, schließlich geht es um unser Magstadt!

RE: Bitte nicht der Holzwurm
von Felix am 04 Jan. 2018 16:45
Hallo fleißige Biene,
da hättest Du doch mehr Infos sammeln sollen. Du verbreitest hier nur heiße Luft ohne Inhalte, nennst aber keine nachprüfbaren Details und auch keine Argumente warum das nicht so sein soll.

Da ist schlechter Stil und leicht zu durchschauen.

Also bitte etwas konkreter.

RE: Wir wollen mehr Demokratie wagen
von Biba Butzemann am 02 Jan. 2018 09:58
Ach kommen Sie, Gnom, die Lebenswerten in Magstadt haben nichts anderes im Sinn, als die Hölzertalstraße zu schließen. Seit über zehn Jahren rackern sich diese Typen dafür ab, und die meisten von denen haben bis heute nicht kapiert, dass das lediglich bedeutet, dass die Magstadter, die nach Stuttgart wollen, beim Autohaus Bebion rechts abbiegen, wenn die Osttangente eines Tages fertig ist. Unser eigener Verkehr löst sich deswegen doch nicht in Luft auf. Vielleicht gelingt es den Schlaubergern von der Neuen Stuttgarter Straße, ein wenig Verkehr in die Blumenstraße abzudrängen. Der Streit ist doch jetzt schon vorprogrammiert. Von den Aufgaben, die Sie aufgelistet haben, haben doch selbst deren Gemeinderäte keinen Plan. Für den Ort tun diese Egoisten gar nichts, denen geht es nur um den Verkehr vor ihrer Haustür, ich bitte Sie.

RE: Wir wollen mehr Demokratie wagen
von Gnom am 31 Dec. 2017 12:27
Magstadter Bürger haben einmal Flagge gezeigt. Beim Bürgerentscheid über die Hölzertalstraße haben über 60% für den Bestand der Hölzertalstraße votiert. Von so einem Ergebnis sind die Bürgermeisterkandidaten noch entfernt. Das spricht für die innere Zerrissenheit in der Magstadter Bürgerschaft und für eine spaltende Kommunalpolitik. In über zehn Jahren gab nur eine bestimmte Lobbygruppe den Ton an und da fehlte das Verbindende. Aber auch sonst wurden in dieser langen Zeit keine großen Probleme angegangen. Überall wurde nur notdürftig ausgebessert. 16 Jahre sind eine lange Amtszeit für einen Bürgermeister. Die anstehenden Probleme wie Max und Dieter sie in ihrem Beitrag beschreiben, könnten allesamt gelöst sein.

Hier noch einmal eine Auflistung zur Erinnerung:

"Max
Abwasserkanalsystem unterdimensioniert.
KiKa-Plätze werden am Limit gefahren, so dass Anmeldungen schon abgelehnt wurden.
Bücherei verkleinert.
Geplantes Baugebiete Seele/Metzlesbach verkleinert.
Zu wenig Wohnungen. Sogar Einheimische (Nachwuchs) mussten wegziehen.
Mangel an Gewerbebauplätzen. Es kamen keine neuen Firmen, einheimische Firmen verlagerten ins Umland. Mangelhafte Infrastrukturpolitik, dadurch geringere Gewerbesteuereinnahmen.
Verkehrspolitik mangelhaft im Straßenbereich. Jetzt Umwege, Staus, mehr Umweltbelastung mehr Zeitaufwand.
Einkaufsmöglichkeiten stark unterdimensioniert.
Hausarztversorgung ab 2018 nicht mehr ausreichend.
Transparenz, Informationen für Bürger lassen zu wünschen übrig. Das gilt auch für die Prioritätensetzung.
Eine zeitnahe Umsetzung fehlt.

Dieter
Bei der demografischen Entwicklung der Bevölkerung fehlen Pflegeplätze im Seniorenheim. Alteingesessene Magstadter sind deshalb schon in andere Gemeinden ausgewichen.

Hochwasser und Planbach sind weiter ein Thema. Renningen ist da schon weiter. Seit Jahrzehnten wird dieses Problem vor sich hergeschleppt.

Jetzt wird es auch deutlich sichtbar, die Hölzertalstraße wurde bewusst ihrem Schicksal überlassen und zusammengekarrt. Wer mit öffentlichen Investitionen so umgeht, sollte seinen Hut nehmen und gehen müssen."

Bestimmt ist jeder Magstadt auch von einzelnen Punkten betroffen.

Die Lösung der genannten Punkte hätte mehr Verbundenheit, Zufriedenheit und Zusammengehörigkeit in der Bürgerschaft schaffen können. Alle hätten irgendwie profitiert. Die Chance wurde vertan.

Ein gesundes und erfolgreiches 2018
wünscht
der Gnom aus Magstadt